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Tradition

03.11.2019

Leonhardiritt: Wo Ross und Reiter gesegnet werden

In Fremdingen fand am gestrigen Sonntag der traditionelle Leonhardiritt statt. Die Segnung übernahm Abt Johannes Schaber.
Bild: Peter Urban

In Fremdingen nehmen trotz Nieselregens etliche Gespanne und rund 50 Reiter am Umritt teil.

Seit 1985, als in Fremdingen der in früheren Zeiten übliche Leonhardiritt vom damaligen Ortspfarrer Eugen Hänle wiederbelebt wurde, findet der Umritt zu Ehren des heiligen St. Leonhard wieder alljährlich statt. Der Schutzpatron der Gefangenen, der Pferde und des Viehs ist Ortspatron der Nordrieser Gemeinde. Deshalb feiert die Pfarreiengemeinschaft Fremdingen jedes Jahr Anfang November einen Festgottesdienst, an den sich der Leonhardiritt von der St.-Gallus-Pfarrkirche durch das Dorf bis zum Platz vor der Leonhardskapelle anschließt.

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Segnung übernimmt Abt Johannes Schaber

Etliche Gespanne und nahezu fünfzig Pferde und Reiter waren am Sonntag dabei. Es war ein schönes Bild, als sich der Zug durch die Straßen bewegte. Die Segnung nahm Abt Johannes Schaber von der Benediktinerabtei Ottobeuren vor, mit Zelebranten und Lektoren von einem geschmückten Wagen aus. Zahlreiche Besucher standen im großen Kreis um die Pferdewiese herum, der Musikverein Fremdingen, der selbstverständlich den gesamten Zug begleitete, spielte unter anderem das Leonhardslied.

Auch die anwesenden Politiker, unter anderen CSU-Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler, Landrat Stefan Rößle und Bezirksrat Peter Schiele sangen mit. Nach der kurzen Andacht wurden die vorbeiziehenden Reiter und Gespanne mit der Leonhardsreliquie gesegnet.

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Im Anschluss, nicht ohne vorher einen Blick auf die frisch gestrichene Leonhardskapelle geworfen zu haben, machten sich die meisten Beteiligten zur Turnhalle auf, um das Mittagessen samt Kaffee und Kuchen, zu dem der Musikverein Fremdingen geladen hatte, zu genießen.

Lena Kleinert und Jana Kleinle schon zum dritten Mal dabei

Das taten auch Lena Kleinert und Jana Kleinle aus Wolferstadt, die mit ihren Pferden Roxana und Joe gekommen waren. „Wir sind jetzt schon das dritte Mal dabei, nur das letzte Jahr haben wir versäumt“, sagte Lena Kleinert. „Leider waren unsere Pferde heute etwas verunsichert und unruhig, weil sie sich von den Glocken gestört gefühlt haben“, sagte sie beinahe entschuldigend.

Die Mähnen ihrer Tiere hatten die Reiterinnen liebevoll mit Blumen geschmückt, eine Ausnahme gegenüber vielen anderen, die wohl wegen des nieseligen Novemberwetters auf zusätzlichen Schmuck verzichtet hatten. Vor dem Verladen auf den Transporter gab es für Roxana und Joe frisches Heu, ihre Reiterinnen machten sich derweil auf den Weg in die Turnhalle. Wo bereits ein volles Haus, gute Stimmung und die in Fremdingen fast schon heimischen Musiker der befreundeten Musikkapelle Engetried aus dem Allgäu sie erwarteten.

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