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29.04.2015

Literatur mal anders

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Schule An der Grundschule Alerheim gibt es seit elf Jahren ein besonderes Projekt, bei dem sich alles ums Lesen dreht. Und das macht nicht nur den Schülern Spaß

Alerheim Lesen regt die Fantasie an. Außerdem fördert es die Ausdrucksfähigkeit. Um den Kindern die Lust am Lesen näher zu bringen, besitzt die Johann-Wilhelm-Klein-Grundschule in Alerheim schon seit elf Jahren eine Lesewerkstatt. Und weil die bei den Kindern so gut ankommt, veranstaltet die Grundschule dieses Jahr zusätzlich eine Projektwoche rund ums Thema Lesen.

Für Schulleiterin Elisabeth Weng war es schon immer wichtig, den Kindern das Lesen näher zu bringen. Zusammen mit Eltern kam sie schließlich 2004 auf das Konzept der Lesewerkstatt. Inzwischen öffnet diese zwei Mal in der Woche für je eineinhalb Stunden. Dadurch, dass die Eltern die Schüler währendessen betreuen, können die jeweiligen Klassen aufgeteilt werden. Während sich die eine Hälfte in der Lesewerkstatt aufhält, beschäftigt sich die andere mit Übungen im Klassenraum. Nach einer halben Stunde wird schließlich gewechselt. Im Vordergrund steht vor allem der Spaß am Lesen, zusätzlich steigern die Schüler durch die verschiedenen Übungen ihr Lesetempo und ihre Sicherheit. Auch die Eltern haben mit den Schülern großen Spaß. „Es ist toll die Fortschritte der Kinder zu sehen“, sagt Verena Gruber, eine Mutter, die regelmäßig in der Werkstatt mithilft. Steffi Dürrwanger, ebenfalls eine Mutter, fügt hinzu, dass es sie besonders freue, wenn die Kinder sich gegenseitig bei den Übungen helfen und unterstützen. Die Lehrerin Heidi Schurius betont: „Ohne das große Engagement der Eltern wäre das ganze Projekt überhaupt nicht möglich“.

Die Mottowoche startete am Dienstag mit einer Autorenlesung. Außerdem fanden die komplette Woche verschiedene Workshops zum Thema Märchen statt. Dafür suchte sich jeder Lehrer eines aus, welches dann die Schüler je nach Alter in verschiedenen Schwierigkeitsstufen behandeln. Am Mittwoch führte die Schauspielgruppe, unter der Leitung der Förderlehrerin Daniela Baumann, ebenfalls unterschiedliche Märchen auf, unter anderem den Froschkönig und den gestiefelten Kater. Die zuschauenden Klassen durften dann erraten, um welche Geschichte es sich handelte. Toll daran sei, erzählt Schurius, dass die Schauspielgruppe den kompletten Auftritt eigenständig erarbeitet habe. Nicht nur die Dialoge seien von den Kindern selbst geschrieben worden, auch die Kulissen wurden selbst gebastelt. So verpassten sie Rapunzel einen selbst geflochtenen Zopf aus Wolle und bauten zusätzlich ihren Turm aus Pappe. Ein großer Höhepunkt war allerdings die Autorenlesung am Dienstag, bei der auch einige Eltern zuschauten. Die Schule lud dazu die Kinderbuchautorin und -illustratorin Susanne Muehlhauser ein, die ihr neues Buch „Frosch Frogolai“ vorstellte – und zwar musikalisch. Anstatt die Reime vorzulesen, sang und tanzte sie die Geschichte des bunten Frosches namens Frogolie aus Brasilien. Schnell lernten die Kinder den wiederkehrenden Refrain der Geschichte und sangen, klatschten und hüpften mit. Die Geschichte handelte von einem Frosch, der eine falsche Mücke frist.

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Daraufhin wird ihm schlecht und er muss die Heilerin, ein Faultier, aufsuchen. Dort angekommen hüpft er auf einer Zaubertrommel herum und die Heilerin spricht einen Zauberspruch – schon geht es ihm besser. Auf dem Heimweg trifft Frogolie noch seine Freundin und gibt ihr einen Kuss. „Ih!“, schreien vor allem die Buben.

Bei der anschließenden Fragerunde verriet Muehlhauser den Kindern, dass sie Ideen für ihre Bücher meist in ihrem Alltag bekommt, oder sich von Natur und Tieren inspirieren lässt. Außerdem beschrieb sie, wie sie ihre Texte schreibt, die Bilder malt und schließlich das ganze Buch in einer Fabrik gebunden wird. Als Abschluss wurde noch einmal gemeinsam der Refrain der Froschgeschichte gesungen.

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