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24.10.2009

Misstrauen überschattete den Dialog

Nördlingen (RN) - Die Diskussion um eine Fusion der Sparkassen Nördlingen und Donauwörth schlägt weiter Wellen. Jetzt hat sich Nördlingens Alt-Oberbürgermeister Paul Kling zu Wort gemeldet. Er bezieht sich in einem Schreiben an die RN auf den Kommentar "Die Stunde schlägt jetzt" vom 22. Oktober. Dabei gehe es um die Aussage, Paul Kling sei mit einem unverrückbaren "Nein" gegen eine Fusion der Sparkassen Donauwörth und Nördlingen gewesen. Dazu sei festzustellen, dass negative Erfahrungen zu seinem "Nein" geführt haben: "Es waren die ohne Wissen der Sparkassen Nördlingen und Rain geführten, heimlichen Fusionsverhandlungen zwischen den Sparkassen Donauwörth und Oettingen. Ein erster Anlass zum Misstrauen!"

Die zweite Erfahrung sei ein nachträgliches Fusionsgespräch zwischen den Sparkassen Nördlingen und Donauwörth gewesen, "in dem uns der damalige Vorstandsvorsitzende von Donauwörth lakonisch und herablassend verbeschied: Wenn die Nördlinger wollen, können sie ja an die Sparkasse Donauwörth andocken." Damit sei jegliche Basis zu einem vertrauensvollen Miteinander entzogen gewesen.

Kein wirtschaftlicher Erfolg

Schließlich habe eine weitere Erfahrung zu seinem "Nein" geführt. Derartige Fusionen hätten gewöhnlich keineswegs den wirtschaftlichen Erfolg erzielt, den man sich erhofft hatte; sie hätten aber stets einen Verlust an Bürgernähe mit sich gebracht. Darüber hinaus, so Kling weiter, seien alle leitenden Funktionen trotz aller vorhergehenden Vereinbarungen im Laufe der Zeit an der zentralen Stelle vereinigt worden. Besonders deutlich ist nach Meinung des Alt-OBs diese Entwicklung an der Außenstelle Landratsamt Nördlingen abzulesen. Deshalb werde die abgebende Bank zu einer Zweigstelle absinken. Kling: "Wer bei einer Fusion zwischen Nördlingen und Donauwörth der Verlierer sein wird, ist leicht an den Bilanzen bei den Banken abzulesen." Die Nördlinger Sparkasse habe keine wirtschaftlichen Nöte und sei so aufgestellt, dass sie auch künftig überlebensfähig sei und ihre Kundenwünsche erfüllen könne.

Misstrauen überschattete den Dialog

Aus Furcht vor dem Wähler habe Paul Kling ein Angebot des Landrates Braun zur Überführung des Stiftungskrankenhauses in den Landkreis abgelehnt, hieß es in dem Kommentar. Tatsache sei laut Paul Kling, dass "es meiner Erinnerung nach ein seriöses Angebot dieser Art nicht gab".

Vorschlag aufgegriffen

Darüber hinaus wäre eine solche Überführung in den Landkreis aus stiftungsrechtlichen Gründen nicht möglich und politisch unverantwortlich gewesen, da die Stadt dann keinerlei Einfluss mehr auf die Entwicklung des Stiftungskrankenhauses gehabt hätte: "Tatsache ist auch, dass ich als Sprecher der CSU/JB-Mehrheitsfraktion im Kreistag den Vorschlag von Landrat Rößle, die drei Krankenhäuser im Kreise unter dem Dach eines gemeinsamen Kommunalunternehmens des Landkreises und der Stadt Nördlingen zusammenzuführen, sofort aufgegriffen habe." Die CSU/JB-Kreistagsfraktion habe unter seiner Führung in den Diskussionen die Satzung des gKU in zwei wichtigen Punkten wesentlich mitgeprägt, nämlich in einem ausgewogenen Verhältnis der Vertreter des Kreistages und der Stadt im Verwaltungsrat und in einem zukunftsweisenden Medizinkonzept für die drei Häuser.

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