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Munningen

07.07.2020

Mobilfunkempfang bei Munningen, Schwörsheim und Laub soll besser werden

Je 40 Meter hoch werden sollen nach den aktuellen Plänen der Gemeinde Munningen die Funkmasten.

Plus Die Bauwerke sollen rund 40 Meter hoch werden. Der Munninger Gemeinderat beschäftigt sich auch mit den Kanalsanierungen. Bürgermeister Dietmar Höhenberger ist überrascht von den hohen Kosten.

Grünes Licht hat der Munninger Gemeinderat für den Bau von zwei Mobilfunkmasten für die Deutsche Telekom im Gemeindebereich gegeben. Der eine Mast soll auf einem Grundstück zwischen Munningen und Schwörsheim, der andere einige Hundert Meter nördlich von Laub mit jeweils 40 Metern Höhe errichtet werden. Für den Bau verantwortlich ist die Deutsche Funkturm GmbH, eine Tochtergesellschaft der Telekom. Laut Bürgermeister Dietmar Höhenberger handelt es sich um Funkmasten, die zunächst das 4G-Netz in und um Munningen, Schwörsheim und Laub optimieren, gleichzeitig aber die Voraussetzungen für ein künftiges 5G-Netz schaffen sollen. Deswegen würden sie auch so relativ nahe zueinander aufgestellt – eine Voraussetzung für den 5G-Betrieb.

Auf die Frage aus dem Gemeinderat, ob die Telekom auch andere Anbieter auf ihre Anlagen lasse, meinte Höhenberger: „Ich gehe davon aus, dass Vodafone die beiden Telekom-Masten mitnutzen wird.“ Wie es Telefonica halte, könne er nicht sagen. Wann diese aufgestellt würden, sei noch offen, meinte Höhenberger. Bereits vor geraumer Zeit sei die Bevölkerung bei Informationsversammlungen über die Telekom-Pläne informiert worden.

Der Munninger Gemeinderat sprach über die Kanalsanierung

Ein weiteres Thema der Sitzung war die anstehende Kanalsanierung in Schwörsheim. Höhenberger war nach eigenen Angaben überrascht über die hohen Kosten, die das Ingenieurbüro dafür errechnet habe. Rund vier Millionen Euro brutto würde das Vorhaben verschlingen inklusive des Straßen- und Gehwegebaus und der Beleuchtung. Vor diesem Hintergrund machte der Bürgermeister eine deutliche Aussage: Angesichts der immensen Kosten müsse das Projekt auf mehrere Jahre verteilt werden. Anders sei das finanziell für die Kommune nicht zu stemmen, ohne sich der Gefahr einer Überschuldung auszusetzen.

In der Verwaltungsgemeinschaft Oettingen würden derzeit Überlegungen angestellt, wie das Großvorhaben haushaltsverträglich umgesetzt werden könnte. Nachteilig komme hinzu, so Höhenberger, dass der Freistaat Bayern sein Förderprogramm für Kanalsanierungen vor Kurzem ausgesetzt habe.

Beschäftigt haben sich die Gemeinderäte zudem mit dem Haushalt für 2020. Der Bürgermeister stellte allerdings nur den Vermögensetat, also die geplanten Investitionen, vor, weil der Verwaltungsteil des Zahlenwerkes noch nicht komplett vorliege. In der nächsten Sitzung soll der Etat dann verabschiedet werden.

In welche Projekte Munningen investiert

Insgesamt umfassen die investiven Ausgaben rund 1,2 Millionen Euro. Ein Schwerpunkt dabei sind die Sanierungen der Dächer an den Kindergartengebäuden mit 100.000 Euro. 150.000 Euro stehen für den Grunderwerb zur Erweiterung des Baugebietes in Schwörsheim zur Verfügung. 118.000 Euro stehen für eine Kamerabefahrung der Kanäle in Munningen, die Bestandserhebung der Geschossflächen und einen digitalen Bestandsplan des Abwassernetzes zur Verfügung. 63.000 Euro stehen noch für die bereits abgeschlossene Breitbanderschließung im Ortsteil Haid aus. Für einen Masterplan zum Breitbandausbau in den übrigen Ortsteilen sind 30.000 Euro eingeplant.

Zum Ausgleich des Vermögensetats helfen der Gemeinde der zu erwartende Überschuss aus dem Verwaltungshaushalt mit knapp 450000 Euro, eine Rücklagenentnahme von 357800 Euro und die Investitionspauschale des Freistaates Bayern in Höhe von 126.500 Euro. Neue Schulden müssen nicht aufgenommen werden.

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