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Versammlung

16.09.2018

Neue Plätze für die Tagespflege

Der Vorstand mit neuer Vereinsspitze Pfarrer Benjamin Beck (dritter von links) und MdB Ulrich Lange (zweiter von links). Auf dem Bild fehlen Rita Ortler, Rainer Grimm, Inge Kühn und Ursula Guggeis.

Beim Vereine für ambulante Krankenpflege wird nicht nur gewählt. Es geht auch um ein großes Projekt.

Bei der Generalversammlung des Vereins für ambulante Krankenpflege, der hinter Altenheim und Sozialstation St. Vinzenz steht, kam es zu einer kompletten Neuerung an der Spitze. Laut Satzung stellte bislang der Pfarrer von St. Salvator den ersten, der Pfarrer von St. Josef den zweiten Vorsitzenden. Mittlerweile werden aber beide Pfarreien gemeinsam vom neuen Stadtpfarrer Benjamin Beck geleitet. Dieser schlug vor, die Satzung zu ändern, wonach der zweite Vorsitzende von der Generalversammlung zu wählen sei. Die Satzungsänderung wurde angenommen, die Versammlung wählte CSU-Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange auf den Posten. Das Engagement in diesem Verein ist die einzige ehrenamtliche Tätigkeit in Nördlingen, die Lange aufgrund seiner vielfältigen politischen Verpflichtungen nicht abgelegt hat. Seit 1996 ist er im Vorstand, zehn Jahre davon als Schriftführer, zuletzt als Beisitzer.

Ganz neu als Beisitzer in den Vorstand kamen Ursula Guggeis, Leiterin der Sozialstation, und Paul Ritter, die anderen Mitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt: Blasius Wizinger als Kassier, Rita Ortler als Schriftführerin und als Beisitzer Dr. Rainer Grimm, Hedwig Dannath, Dr. Ursula Lukassek, Inge Kühn, Rudi Beck, Thomas Möckel, Michael Müller und Angelika Schäfer.

Pfarrer Beck erklärte, er habe bereits das Engagement und Herzblut kennen und schätzen gelernt und begrüßte namentlich zehn Mitglieder, die im Laufe des Vereinsjahres dazu kamen; aktuell sind es 291 Mitglieder. Im Ausblick konzentrierte sich der neue Vorsitzende auf das größte anstehende Projekt: Die Tagespflege, die derzeit extrem gefragt sei, solle bis 2020 von sechs Plätzen auf 18 verdreifacht werden. Die grundlegenden Voraussetzungen seien bereits geschaffen, so habe der Verein ein Haus in unmittelbarer Nähe des Altenheimes gekauft und kläre gerade die Förderungen ab.

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Kassenführer Blasius Wizinger sprach in seinem Kassen- und Bilanzbericht zu 2017 von einer „unverändert guten und geordneten Vermögenssituation“. Das Gesamtvermögen belaufe sich auf rund 6,2 Millionen Euro; Mehraufwendungen und Mehreinnahmen halten sich im Vergleich zum Vorjahr genau die Waage, sodass der Bilanzgewinn exakt wie 2016 wieder 130000 Euro betrage. „Den Vergleich mit anderen Einrichtungen der Altenpflege brauchen wir nicht zu scheuen“, so Wizinger. Der Vorstand wurde auf seinen Bericht hin entlastet.

Altenheim-Leiterin Angelika Schäfer trug den Bericht für Sozialstation und Altenheim vor. So waren in der Sozialstation 2017 insgesamt 33 Mitarbeiter beschäftigt, die 250 Kunden versorgten. Die medizinische Pflege sei etwas zurückgegangen zugunsten der rein körperlichen Pflege, Essen auf Rädern werde mit der „roten Flotte“ aus den allseits bekannten zwölf knallroten Fahrzeugen ausgefahren.

Im Altenheim seien 108 Plätze belegt, 21 davon mit „Rüstigen“ ohne Pflege und 87 mit Pflegegrad; insgesamt 111 Mitarbeiter kümmern sich um sie. Das Durchschnittsalter bleibe mit 85 Jahren konstant, die Verweildauer sei im Schnitt von 3,2 (2015) auf 2,5 Jahre gesunken, da die Menschen im später ins Heim kommen.

Schäfer hob die rund 50 Ehrenamtlichen hervor, die sicher stellten, dass im Haus immer geselliges Leben geboten ist.

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