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Stadtmauerfest 2019

09.09.2019

Nördlingen nach dem Stadtmauerfest: Jetzt wird aufgeräumt

Melanie Neswadba und Dieter Rau laden ihre Hütte am Kriegerbrunnen auf ihren Anhänger.
Bild: Jan-Luc Treumann

Nach dem Stadtmauerfest wird in Nördlingen abgebaut. Der Verkehr stört manche dabei.

Das kleine Häuschen steht schräg. Eine Seilwinde zieht die Hütte auf Rollen über zwei Metallschienen auf den Anhänger. Der Betriebsleiter der Metzgerei Hülsenbeck, Dieter Rau, und seine Tochter Melanie Neswadba haben den Verkaufsstand am Kriegerbrunnen erst in Position geschoben, dann wurde dieser aufgeladen. „Wir haben heute um zehn Uhr angefangen, erst am Brettermarkt abgebaut, jetzt hier“, schildert Rau seinen bisherigen Tag.

Es ist der Montag nach dem Stadtmauerfest und es ist eine Menge los. Doch die Bürger haben das Gewand gegen die Arbeitskleidung getauscht. Stattdessen arbeiten die Menschen daran, die Stadt wieder in den Zustand zu versetzen, in dem sie vor dem Fest war. Einige Hütten sind bereits verschwunden, andere werden abgebaut. Die Lager leeren sich, Kehrfahrzeuge fahren durch die Stadt, Müll wird eingesammelt, die Anhänger von Traktoren werden beladen. Am Marktplatz fährt ein Gabelstapler umher, lädt Teile der auseinandergebauten Tribüne vor dem Brot- und Tanzhaus auf ein Fahrzeug. Die große Tribüne auf der Rathausseite ist bereits abgebaut. Zu fünft arbeiten die Mitarbeiter des Baubetriebshofs am frühen Nachmittag an den anderen beiden Zuschauertribünen. „Wir haben um halb fünf angefangen“, sagt Jürgen Bonn, gegen halb zehn sei die Metallkonstruktion abgebaut gewesen.

Die Tribüne für die Ehrengäste sei für ihn und seine Kollegen einfacher zum Abbau gewesen, da deren Metallteile aus Alu sind. „Die hier sind aus Eisen, die sind verdammt schwer.“ Doch sie lägen sehr gut in der Zeit. Eines sei aber nervig, sagt sein Kollege Dominik Mayer: „Der Verkehr hält einen auf. Man ist fast schon mehr am Schauen als beim Arbeiten.“ Viele Autofahrer sind unterwegs, häufig gibt es für sie kein Durchkommen, die Wege sind blockiert und sie müssen in den engen Gassen wenden. Manche derjenigen, die abbauen, hätten es gerne gesehen, dass noch einige Straßen gesperrt gewesen wären.

Rudi Scherer, Pressesprecher der Stadt, sagt: „Es gibt auch viele, die zum Arzt gehen und deswegen in die Stadt müssen.“ Scherer schildert, dass die Technik auf der Bühne bereits am Sonntagabend abgebaut wurde, nun würden erst die Buden abgebaut, um Parkplätze frei zu machen. In einer Woche sei in der Stadt nur noch wenig vom diesjährigen Stadtmauerfest zu sehen.

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