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Denkmalschutz

20.10.2017

Oettingen: SPD will Experten-Runde für Causa Krone

Stillstand statt Fortschritt: Wie es mit der Krone weitergeht, ist derzeit unklar. Die SPD will das nun ändern.
Bild: Verena Mörzl

Seit Februar ist sämtliches Leben aus dem ehemaligen Gasthof und Hotel ausgezogen. Weil bei Gesprächen offenbar nur eine „nebulöse Antworte“ gegeben werde, handelt die Fraktion.

Nach diversen Diskussionen und Gesprächen, in denen es am Ende zu keiner Lösung gekommen ist, will nun die SPD-Fraktion des Oettinger Stadtrats die Diskussion über die Zukunft der Krone wieder anregen. In einem Antrag fordert Fraktionsvorsitzender Robin Bhattacharyya, dass die Stadt für die öffentliche Stadtratssitzung am Donnerstag, 26. Oktober, Vertreter von Fachbehörden einladen soll, um die Möglichkeiten Oettingens aufzeigen, um „Maßnahmen an im Privateigentum stehenden Denkmäler zu forcieren und damit derzeit nicht genutzte Denkmäler wieder einer aktiven Nutzung zuzufügen“.

Wie es in der Pressemitteilung heißt, seien für die Stadt Oettingen 147 Baudenkmäler gelistet. Einen besonderen Handlungsbedarf weist derzeit Baudenkmal „D-7-79-197-118“, ein „Gasthof, dreigeschossiger Satteldachbau mit vorkragenden Ober- und Giebelgeschossen in Fachwerk, 1424 (dendro.dat.); rückseitig angebauter, erdgeschossiger Saalbau mit weit gespanntem Tragwerk nach Friedrich Zollinger, vorgeblendetem Treppengiebel und Dachreiter, um 1920/30, dessen Nutzung bekanntlich im Februar 2017 durch das Landratsamtes Donau-Ries untersagt wurde, und seitdem Teile des Marktplatzes durch einen Bauzaun abgeriegelt sind.

Im Stadtrat, wie auch in der Bevölkerung, bestehe Einigkeit, dass der bestehende Zustand „unhaltbar und dringend beseitigt werden muss“, auch weil der Historische Markt bevorstehe.

Was hierzu von den dafür zuständigen Behörden konkret unternommen werde, sei nicht bekannt, heißt es weiter. Es verbleibe stets lediglich die „nebulöse Antwort“, dass „auf vielen Ebenen das Gespräch gesucht“ werde. Ob und welche Anstrengungen von Seiten der Bürgermeisterin und der Verwaltung unternommen wurden, um den Prozess aktiv mitzugestalten und vor allem zu beschleunigen, sei ebenfalls nicht bekannt. Die SPD wirft der Bürgermeisterin und der Verwaltung auch vor, dass unbekannt sei, ob erfolgte Anstrengungen mit Nachdruck erfolgt seien. Jedenfalls habe sich seit der Schließung der Krone im Februar 2017 bis heute an dem Zustand nichts geändert, die Krone steht leer, der Bauzaun prägt weiterhin den Marktplatz. „Das ist nicht weiter hinnehmbar“, heißt es im Schreiben deutlich. Vor diesem Hintergrund sollen in der bevorstehenden Stadtratssitzung Vertreter der zuständigen Behörden realistische und rechtlich zulässige Möglichkeiten aufzeigen, die eine Kommune hat, um durch ein Baudenkmal in zentraler Lage verursachten Missstand zu beseitigen, zumindest aber abzumildern. „Der Missstand darf nicht länger nur verwaltet werden, sondern muss zeitnah und aktiv angegangen werden. Um die für den Stadtrat bestehenden Möglichkeiten aufzuzeigen, ist ein Beratungs- und Hinweisvortrag von Vertretern von Fachbehörden unerlässlich. Dies ist auch der Öffentlichkeit geschuldet, die über den monatelangen Stillstand mehr als verwundert ist“, schreibt die SPD abschließen.

Die Stadt hat auf die Forderung reagiert und den Punkt auf die Tagesordnung gesetzt. Die Sitzung beginnt kommenden Donnerstag um 18.30 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses. Die geforderten Experten sollen dann offenbar Stellung beziehen. ( vmö/pm)

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