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Kommunalwahl 2020

25.03.2020

Petra Wagner hat entschieden, ob sie Stadträtin in Oettingen wird

Petra Wagner lehnt das Stadtratsmandat ab.

Plus Nach Petra Wagners Niederlage bei der Wahl in Oettingen steht fest, dass sie nicht mehr lange Bürgermeisterin sein wird. Eine Entscheidung stand bis heute noch aus: Wie geht sie mit ihren Mandaten für Kreis- und Stadtrat um?

Petra Wagner hat wahrlich keine einfachen Tage hinter sich. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben auch in Oettingen vieles auf den Kopf gestellt. Sogar die Niederlage der Oettinger Bürgermeisterwahl gegen Herausforderer Thomas Heydecker hätte fast in den Hintergrund rücken können, wäre nicht noch eine Entscheidung ausgestanden. Denn Wagner kandidierte nicht nur erneut für das Bürgermeisteramt, sondern auch für den Stadtrat und den Kreistag. Eine Woche hatte sie nun Zeit, um das Wahlergebnis zu widerrufen. Ihre Entscheidung steht inzwischen fest.

Wagner schreibt auf RN-Anfrage: „Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschlossen, mein Stadtratsmandat nicht anzutreten. Ich bitte die Wählerinnen und Wähler hierfür um Verständnis. Auf Kreisebene werde ich mich weiterhin mit voller Energie zum Wohle unserer Region einsetzen. Ich freue mich auf die Aufgaben!“ Auf die Frage, warum sie diese Entscheidung getroffen hat, geht sie nicht ein. Aber sie sagt: „Auch wenn mich die Wahlniederlage in Oettingen schmerzt, so bedanke ich mich herzlich bei all denjenigen Wählerinnen und Wählern, die mir ihre Stimme und damit ihr Vertrauen gegeben haben.“ Ihrem Nachfolger wünsche sie alles Gute. In ihrer Zeit als Bürgermeisterin habe sie in vielen Bereichen entscheidende und weitreichende Maßnahmen planen und teilweise umsetzen können. Einige Baumaßnahmen seien abgeschlossen, andere stünden bevor, schreibt sie in einer E-Mail weiter. „Für viele Projekte wurden die Weichen in eine positive Zukunft gestellt, entweder durch die Zusage von sehr hohen Fördermitteln (u. a. aus Bundesprogrammen oder der Städtebauförderung), durch die gute Vorarbeit von Planungsbüros und der Verwaltung oder die hervorragende Begleitung aller beteiligten Behörden.“ Außerdem bedankt sie sich für den Zuspruch auf Kreisebene.

Petra Wagner will mit aller Kraft die Oettinger schützen

Wagner hält die persönliche Stellungnahmen kurz. Wichtiger ist es ihr, auf die allgemeine Lage hinzuweisen. In der Verwaltung würden mit Hochdruck alle Vorschriften und Anordnungen zur Bekämpfung des Coronavirus umgesetzt, heißt es weiter. Wagner sagt: „Auch ich werde bis zum Ende meiner Amtszeit mit aller Kraft zum Schutze der Oettinger Bevölkerung mitwirken.“ Verwaltungsgemeinschaft, Stadt, Kläranlage, Wasserwerk, Bauhof, Schulverband und die Reinigungskräfte zeigten unermüdlichen Einsatz und besonnenes Verhalten, wofür die amtierende Bürgermeisterin großen Dank ausspricht.

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Wo können Oettinger Bürger nun Hilfe finden? Wagner informiert, dass die Verwaltung telefonisch oder per Mail weiterhin zur Verfügung steht. Dringliche Amtsbesuche seien nur nach vorheriger Telefonabsprache möglich. „Wir werden wie bisher unsere Bürger so zeitnah wie möglich über die neuesten Entwicklungen über den Kommunenfunk oder die Homepage der Stadt Oettingen informieren. Weiterhin haben wir kurzfristig eine Nachbarschaftshilfe ins Leben gerufen, damit Hilfsbedürftige und ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger mit dem Notwendigsten versorgt werden können.“ Die dazu eingerichtete Hotline ist laut Wagner unter Telefon 09082/70952 von 9 bis 12 Uhr erreichbar.

Ein anderer wird Wagners Stadtratsmandat erhalten

Auch der Stadtrat müsse weiter arbeiten. Gemäß den Empfehlungen des Innenministeriums wird ein Ferienausschuss gebildet. Weitere Infos dazu finden Sie im Artikel auf Seite 27.

Dadurch, dass Petra Wagner ihr Stadtratsmandat nicht antreten wird, rückt auf der Liste von CSU und Freier Wählergemeinschaft ein Mitglied in das Gremium nach. Es handelt sich mit 872 Stimmen um Armin Sailer. Nach Angaben von Wahlleiter Günther Schwab hat dieser die Wahl bereits angenommen.

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