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27.06.2017

Riesbürg: Wird Trinkwasser bald teurer?

Die Riesbürger werden künftig wohl mehr für ihr Trinkwasser bezahlen.
Bild: Roland Weihrauch/dpa

Hintergrund sind die Planungen für die Sanierung des Wasserwerks Kapf im Röhrbachtal

Die Bopfinger Vertreter im Zweckverband Wasserversorgung Siebenbrunnen werden der rund 860000 Euro teuren Sanierung des Wasserwerkes Kapf im Röhrbachtal (wir berichteten) nicht im Wege stehen. Der Gemeinderat der Stadt hat diese in seiner jüngsten Sitzung ermächtigt, in der Verbandsversammlung Ende Juli dem Vorhaben zuzustimmen. Vor wenigen Wochen hatte bereits der Riesbürger Gemeinderat seine Verbandsvertreter angewiesen, für die vorgeschlagene Sanierung zu plädieren.

Im Gegensatz zur Nachbarkommune hält die Bopfinger Stadtverwaltung die vom Zweckverbandsvorsitzenden und Riesbürger Bürgermeister Willibald Freihart angestrebte Variante mit einer hochwertigen Filteranlage für überzogen. Eine Nummer kleiner hätte auch gereicht, heißt es unter dem Ipf. Weil sich die Maßnahme jedoch nicht auf den künftigen Wasserpreis in der Stadt auswirken wird, haben die Bopfinger Verbandsvertreter auch kein großes Problem, dem Projekt zuzustimmen. Seit einiger Zeit bezieht Bopfingen lediglich für die Versorgung der Röhrbachmühle 500 Kubikmeter Wasser im Jahr vom Zweckverband. Hauptabnehmer ist die Gemeinde Riesbürg.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Riesbürg hatte Freihart erklärt, nach Abschluss der Sanierung des Kapf im Jahr 2019 werde sich der Wasserbezugspreis pro Kubikmeter um 35 Cent erhöhen. Anton Mayer, Mitarbeiter im Bereich technische Betriebe der Bopfinger Stadtverwaltung, geht nach eigenen Berechnungen jedoch von 40 Cent und mehr aus. Was am Ende herauskomme, werde man zu gegebener Zeit sehen.

Bürgermeister Gunter Bühler erwartet bei der nun angestrebten Sanierungs-Alternative in absehbarer Zeit eine „erhebliche“ Steigerung der Trinkwassergebühren für die Riesbürger Haushalte. Er wisse nicht, ob dies allen Beteiligten bewusst sei, sagte er gegenüber den Rieser Nachrichten. Bühler wies zudem darauf hin, dass eines Tages auch eine Sanierung der Tiefbrunnen am Kapf mit einer nicht unerheblichen Investitionssumme für den Zweckverband nicht auszuschließen sei.

Der Wasserzweckverband Siebenbrunnen versorgt die Riesbürger Teilorte Pflaumloch, Goldburghausen und Utzmemmingen sowie die zu Bopfingen zählende Röhrbachmühle. Der durchschnittliche Wasserbedarf beträgt bei einem durchschnittlichen Wasserverlust von 22 Prozent insgesamt rund 131000 Kubikmeter pro Jahr.

Vom Zweckverband Rieswasserversorgung mit Sitz in Wört muss Riesbürg im Jahr 15000 Kubikmeter beziehen, 116000 Kubikmeter kommen vom Kapf. Früher gab es noch in Goldburghausen eigenes Wasser aus der Langenbergquelle. Diese wurde jedoch inzwischen aufgegeben.

Die Alternative, das Wasserwerk Kapf ganz stillzulegen und komplett auf Fremdwasserbezug zu setzen, wurde abgelehnt. In Riesbürg wird nachhaltig die Meinung vertreten, solange man Eigenwasser habe, sollte dieses keinesfalls aufgegeben werden, auch wenn durch notwendige Investitionen der Abnahmepreis und folglich auch die Gebühren für die Verbraucher steigen würden.

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