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13.02.2015

Rieser sind reiselustig

Die Rieser packen gerne ihre Koffer - zum Beispiel für eine Reise in die USA.Bild: Ulrich Wagner

Ägypten und Griechenland sind als Ziele derzeit nicht besonders hoch im Kurs

Von Heike Jahnz

Nördlingen Wie in der Mode gibt es auch beim Reisen Trends. Und wie bei der Mode möchten die Reisenden auch gerne ihren „trendigen“ Urlaubsort möglichst vor den anderen entdecken. Von der Reisebibel „Lonely Planet“ wurden beispielsweise Singapur, Namibia und Litauen zu den Trendreisezielen 2015 erklärt. Im Ries liegen, einer Umfrage bei drei Nördlinger Reisebüros zufolge, die Vorlieben etwas anders verteilt. Zumindest kamen diese drei Reise-Geheimtipps nicht in die „Top Ten“ der Rieser Reise-Hitliste.

Generell aber gilt, laut Werner Schwarzer (Geschäftsführer Reisebüro Schwarzer), dass der Rieser an sich schon sehr reiselustig sei. „Nur ist er vielleicht nicht ganz so schnell entschlossen.“ Was in der Regel ja eine eher gute Eigenschaft ist. Auch in diesem Jahr würden sich die Rieser wieder gut in der Welt verteilen: „Der Januar ist in der Reisebranche der wichtigste Buchungsmonat.“ Der Grund dafür liege laut Schwarzer auf der Hand: „Zu Weihnachten kommen die Familien zusammen, man hat Zeit sich gemeinsam zu überlegen, wohin die Reise im kommenden Jahr gehen soll.“ Offenbar war dieses Weihnachten dazu angetan, die Reiselust zu entfachen – vielleicht lag es ja am Schnee: „Der Januar war wirklich gut und auch im Februar geht es gut weiter“, ist Werner Schwarzer zufrieden mit den Reisegeschäften.

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Als „Verlierer“ in der Rieser Reisegunst machen die drei von unserer Zeitung befragten Reisebüros, Schwarzer, Grimmer und DER eindeutig Ägypten und Griechenland aus. „Die Buchungsnachfrage nach Ägypten-Reisen ist deutlich zurückgegangen“, sagt beispielsweise Werner Schwarzer. Sandra Milazzo (DER Reisebüro, Nördlingen) erklärt, dass Griechenland vielen nicht nur zu teuer sei, sondern die Bürger recht negativ auf die griechische Europapolitik reagieren würden: „Ich habe schon den Eindruck, dass unsere Kunden ihre private Konsequenz aus dem Verhalten Griechenlands innerhalb der EU ziehen“. Darüber hinaus sei Griechenland, im Vergleich beispielsweise zur Türkei, eben auch sehr teuer. Auch im DER-Reisebüro wurden Reiseziele wie Ägypten und Tunesien zwar weniger, aber dennoch grundsätzlich schon nachgefragt. „Viele fragen aber, ob das nicht zu gefährlich sei.“ Komplett auf Null hingegen sei als Reiseziel Jordanien heuer heruntergefahren: „Wir haben schon immer wieder Studienreisen dorthin organisiert, aber das geht im Moment gar nicht“, so Werner Schwarzer.

Auch Margret Grimmer, Seniorchefin Reisebüro Grimmer, sieht bei Ägypten und Griechenlandreisen eine eher zurückhaltende Nachfrage. Allerdings würden die Kunden sich durchaus beraten lassen. Dennoch habe sie den Eindruck, dass selbst das Reisen in die Türkei oder nach Tunesien kritischer als sonst hinterfragt werde: „Da spielt eindeutig der Glaube eine Rolle.“

Demgegenüber überraschend gut würden Reisen in die USA nachgefragt: „Und das obwohl der Dollar für uns gar nicht besonders günstig steht“, so Werner Schwarzer.

Nach wie vor gut würden demnach Reisen in die Türkei verkauft, nach Spanien oder der Urlaub auf den Balearen, so Schwarzer weiter. Ebenso gut nachgefragt seien Ziele innerhalb Deutschlands, in Italien oder Kroatien.

Unverändert würde es die Rieser auch richtig weit wegziehen: Fernreisen nicht nur in die USA, sondern auch nach Australien, Neuseeland, Asien oder Thailand würden gleichbleibend gut gebucht.

In einem ganz anderen Punkt macht wiederum Sandra Milazzo (DER) eine grundlegende Veränderung im Rieser Reiseverhalten aus: „Im Gegensatz zu früher buchen nicht mehr so viele Familien ihre Reisen übers Reisebüro. Dort geht der Trend offenbar mehr zu den Autoreisen.“ Dementsprechend stark würden Paare als Kunden im Reisebüro vertreten sein.

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