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Bau

18.04.2015

Signal in Richtung Fortschritt am TCW

Eine neue Roboterhalle soll ein Versuchsfeld für die künftige digitale Industrieproduktion werden

Als vor 14 Jahren der Grundstein für das Technologie Centrum Westbayern (TCW) gelegt wurde, konnten nur wenige mit der neuen Infrastruktureinrichtung etwas anfangen. Die Vorbehalte waren groß, nicht zuletzt weil das Vorgänger-Institut Wetti (Westbayerisches Technologie Transferinstitut) nie richtig auf die Beine kam und letztlich wieder von der Bildfläche verschwand.

Inzwischen sind die Skeptiker weitgehend verstummt. Das TCW hat sich mittlerweile als Weiterbildungszentrum und wissenschaftliche Einrichtung über die Grenzen des Rieses hinaus einen Namen gemacht. Unabhängig davon bietet es Büroflächen für Firmengründungen an. In Zukunft soll es beim Thema „Industrie 4.0 – Digitalisierung der Produktion“ eine Schlüsselrolle einnehmen und in den Sparten Mechatronik und Informatik Lösungsansätze für die Unternehmen entwickeln (wir berichteten).

Damit hierfür die entsprechenden Kapazitäten geschaffen werden können, wird in den nächsten Monaten neben dem Hauptgebäude eine Roboter- und Maschinenhalle mit Laborflächen für die Produktionstechnik entstehen. Gestern war Spatenstich für das 835000 Euro teure Projekt. Bauherrin ist die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Nördlingen, die die Halle an das TCW vermietet. Auf einer Grundfläche von 650 Quadratmetern werden künftig Großgeräte und Laboreinrichtungen aus dem Hauptgebäude untergebracht, wodurch Büroflächen unter anderem für den Aufbau des Hochschulzentrums frei werden. Außerdem soll in der Halle eine Modellproduktion nach dem Leitgedanken der Industrie 4.0 entstehen, um diese für die Firmen in der Region greifbar zu machen.

Geschäftsführer Markus Glück sprach beim Spatenstich von einem neuen Handlungsspielraum für das TCW und zusätzlichen Entwicklungsmöglichkeiten in die Zukunft. Er dankte Ulrich Lange und Peter Schiele, die den Anstoß für den Erweiterungsbau gegeben hätten. Oberbürgermeister Hermann Faul bezeichnete die Räumlichkeiten als Ort für Zukunftsthemen in der Region, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels.

Ein „Signal in Richtung Fortschritt“ am Produktionsstandort Donau-Ries nannte Landrat Stefan Rößle das erweiterte TCW. Gerade junge Menschen hätten hier die Möglichkeit, eine hochwertige und anspruchsvolle Ausbildung zu erhalten, sagte der Landkreischef mit Blick auf die künftigen Herausforderungen von Technikern und Ingenieuren in der Berufswelt. Energetisch versorgt wird die neue Halle mit Fernwärme von der nahegelegenen Biogasanlage zwischen Nördlingen und Löpsingen. Die Inbetriebnahme des Erweiterungsbaus ist im August dieses Jahres vorgesehen.

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