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Soziales

17.02.2018

Warum sich Senioren in Nördlingen wohlfühlen

Zweimal pro Woche können sich Senioren im Seniorentreff in der Polizeigasse an einen Tisch setzen. Viele Nördlinger nutzen dieses Angebot.
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Zweimal pro Woche können sich Senioren im Seniorentreff in der Polizeigasse an einen Tisch setzen. Viele Nördlinger nutzen dieses Angebot.
Bild: Leonie Junghanns

Einmal im Monat geht es beim Seniorentreff um die aktuellen Geschehnisse und Probleme in der Stadt. Was die Teilnehmer am Engagement der Verwaltung schätzen und was sie verbessern würden

Es sind wenige Punkte, die die Frauen des TSV Nördlingen an der Arbeit für ihre Altersgruppe in der Stadt verbessern würden. Tagesangebote und Treffpunkte für Senioren sollten ihrer Meinung nach beispielsweise weitgehend untertags und nicht immer nur am Abend angeboten werden. Das sei insbesondere für die weiblichen Interessierten ein wichtiger Aspekt, um teilzunehmen. Grundsätzlich seien sie aber mit den Angeboten und dem Engagement vor Ort zufrieden.

An jedem ersten Montag im Monat trifft sich die Seniorenturngruppe des TSV Nördlingen im Seniorentreff in der Polizeigasse. An gedeckten Tischen sitzen die Frauen bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen zusammen, lachen, diskutieren und singen gemeinsam. Dabei unterhalten sie sich über aktuelle Themen und Artikel der Rieser Nachrichten, tauschen ihre Pläne für die nähere Zukunft aus oder schwelgen in Erinnerungen.

Der Seniorentreff ist ein Ort für ältere Menschen, an dem sie musizieren, karteln, basteln oder einfach Zeit miteinander verbringen können. An den anderen Tagen können geschlossene Gruppen die Räume zeitweise belegen. Verwaltet und gepflegt werden sie vom Seniorenbeirat der Stadt Nördlingen.

Dieser setzt sich aus 20 Mitgliedsvereinen und Gruppen zusammen, die die Angebote für Senioren koordinieren. Stolz erklärt Hans Irrgang, Vorsitzender des Seniorenbeirats, von dessen Engagement: Der eingetragene Verein ist in seiner Organisation selbstständig. Das bedeute, dass zum Beispiel Ausflüge ohne Einwilligung der Stadt entschieden und geplant werden können. Zweimal im Jahr erhalten daher alle Haushalte in Nördlingen, in denen ein über 60 Jahre alter Bürger lebt, ein Magazin des Seniorenbeirats. Darin finden sich unter anderem zahlreiche Ausflüge, Aktionen und Informationen über die Seniorenarbeit in der Stadt. Die Liste der Haushalte erhalten die Verantwortlichen über die Stadt. Des Weiteren unterstützt sie deren Arbeit, indem sie die Räume für den Seniorentreff stellt. Irrgang ist zufrieden mit der Hilfe durch das Team rund um Oberbürgermeister Hermann Faul. Auch bei größeren Investitionen könne er auf die Stadt vertrauen. Irrgangs Meinung nach werde in Nördlingen außerordentlich viel für seine Altersgruppe geboten. Er wundere sich nur, dass es so wenig genutzt werde.

Auch die Frauen des TSV schätzen die Lage in der Riesmetropole ähnlich ein: „Wenn man etwas machen will, kann man das tun, aber man muss sich bemühen“, sagt die 86-jährige Elfriede Kloos. Den Turnerinnen zufolge gäbe es zahlreiche Konzerte, Vhs-Kurse und Ausflüge, die sich direkt an Senioren richteten. Man müsse die Angebote nur nutzen. Allgemein seien sie aber mit der Situation vor Ort zufrieden. Aber es gebe für sie in der Innenstadt zu wenige Läden, in denen sie Lebensmittel einkaufen können.

Für Oberbürgermeister Faul ist diese Situation ebenfalls verbesserungswürdig. Leider habe die Stadt seiner Meinung nach darauf keinen direkten Einfluss. Ihm zufolge habe man über den Stadtmarketing-Verein mehrere Versuche gestartet, neue Lebensmittelgeschäfte in der Innenstadt anzusiedeln. Die Anläufe seien aber immer aus unterschiedlichen Gründen gescheitert. Entwarnung kann er hingegen bei der Busanbindung für Senioren und Anwohner des „Saubrunnens“ geben: Sobald der Wemdinger Tunnel fertig wird, gebe es einen Zustieg am Rande des Wohngebiets.

ist jeden Dienstag und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr für jedermann geöffnet.

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