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Deiningen
14.01.2022

Warum beim Straßenausbau jede Menge Abstimmungsarbeit nötig ist

Die Jahn-/Raiffeisenstraße in Deiningen wird saniert. Doch noch ist einiges zu klären.
Foto: Peter Urban

Der Ausbau der Jahn-/Raiffeisenstraße in Deiningen ist wird die Gemeinde 2022 beschäftigen. Ein weiteres Thema war die Nachbarschaftshilfe.

Bürgermeister Wilhelm Rehklau begrüßte seinen Rat mit den besten Wünschen für das neue Jahr und gab gleich auch bekannt, das der Neujahrsempfang zunächst einmal auf das Frühjahr verschoben werde. Keinen Aufschub allerdings ist bei der Feinabstimmung beim großen Jahresthema Ausbau Kreisstraße DON7 beziehungsweise Jahn-/Raiffeisenstraße geboten, da die Termine für die Anträge zur Städtebauförderung knapp bemessen sind. Dafür ist viel zu klären.

Da muss unter anderem die Gehwegsbeleuchtung ergänzt und neue Angebote eingeholt werden, Schachtabdeckungen müssen geplant und mit neuen Modellen versehen werden, die Verlegung des Gehwegpflasters geklärt und die Entwässerung aus Richtung des Friedhofs gesichert werden. Auch ein sicherer Platz für die Lagerung des Aushubs soll noch bestimmt werden: hier schlug der Bürgermeister den alten Sportplatz vor, der den geringsten Aufwand und vor allem kurze Wege gewährleisten würde. Das alles muss dann in die Bauabläufe integriert werden, um keine zeitlichen Verzögerungen auszulösen.

Der alte Sportplatz könnte als Lagerstelle für Erdaushub dienen.
Foto: Peter Urban

Nachbarschaftshilfe Mittleres Ries fährt rund 10.000 Kilometer

Die Beschlüsse dazu wurden einstimmig gefasst und Wilhelm Rehklau kündigte an, dass die Maßnahmen den Rat sicher auch die nächsten Sitzungen beschäftigen werde. Er gab außerdem bekannt, dass sich die Gemeinde an der Oberflächengestaltung des geplanten Platzes an der Raiffeisenbank mit 10.000 Euro beteiligen werde.

Sieglinde Besel informierte das Gremium anschließend umfassend über Aktivitäten und Erfolge der Nachbarschaftshilfe „Helfende Hände Mittleres Ries“, der Gemeinden Alerheim, Deiningen und Wechingen. Die Koordinatorin des Ganzen lobte die fleißigen Helfer, ohne die das Modell niemals zu dem Erfolg geworden wäre: 1445 Stunden hätten die Helfer im Jahr 2021 abgeleistet und dabei 10.000 Kilometer Fahrten auf sich genommen. Sei es zum wöchentlichen Mittagessen-Treffen im Rieser Hof, sei es zur Unterstützung bei Arbeiten im Haus oder zu Fahren zum Arzt oder Einkaufen. Und den vielen anderen kleinen Unterstützungsarbeiten, die alle zu nennen, den Rahmen sprengen würde. Eine kleine Auswahl: So gibt es jedes Quartal eine kleine Zeitschrift („Ebbas für drhoim“), die über die Nachbarschaftshilfe informiert, über die neue Aktion „Bücherkiste“, eine Kooperation mit der Gemeindebücherei in Deiningen („Ebbas Neis“) oder natürlich die Essenslieferungen, nachdem die Pandemie die persönlichen Treffen im Rieser Hof immer wieder gestoppt hat und es auch weiter tut („Ebbas Warms“).

Breitband: Deinigen will graue Flecken beseitigen

Sieglinde Besel bedankte sich auch ausdrücklich bei den Sponsoren, die das alles auch finanziell unterfüttern, der Bürgerstiftung „Lebendiges Bayerisches Ries“, den Sparkassen im Ries, bei den Gemeinden und vor allem auch den zahlreichen privaten Spendern. Anhand einer umfangreichen Präsentation nannte sie konkrete Zahlen, erklärte Abläufe und Abrechnungssysteme und legte Wert auf die Feststellung, dass die Initiative selbstverständlich keine Konkurrenz zu professionellen Pflegeeinrichtungen sei. Sie warb eindringlich um neue Helfer, man sei zwar aktuell gut aufgestellt, doch man könnte jede Hand gebrauchen, und sei es nur ein paar Stunden pro Woche. „Hilfe braucht Helfer“, nannte sie ihren Aufruf zum Schluss ihres Vortrages.

Am Schluss der öffentlichen Sitzung stand ein einstimmiger Beschluss zum Vorschlag von Wilhelm Rehklau, einen Antrag für ein neues Markterkundungsverfahren im Rahmen der Gigabit-Förderung zu stellen, um auch die „grauen Flecken“ der Gemeinde (Möderhof, Klosterzimmern und die Aussiedlerhöfe) in den Genuss des gemeindlichen Glasfasernetzes zu bekommen. „Wir sollten alle Bürger integrieren, sie gehören zu uns“, so sein Appell.

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