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Basketball-Regionalliga

20.04.2015

Bedeutungslos, aber trotzdem spannend

Mit 19 Punkten war Emmanuel Richter letzter Giants-Topscorer dieser Saison.
Bild: Jochen Aumann

Giants gewinnen letztes Saisonspiel in Erfurt knapp mit 85:83

Sichtlich entspannt machten sich die Giants TSV 1861 Nördlingen am Samstag auf den Weg nach Thüringen. Erstmals wurde ein großer Mannschaftsbus eingesetzt und so auch einigen Fans die Möglichkeit geboten, ihr Team ohne großen Aufwand zu begleiten.

Der Nördlinger Trainer Mario Matic kann mittlerweile als Spieler und Trainer auf vier Meisterschaften zurückblicken und hatte für das Spiel ein paar Überraschungen auf Lager. Für ihn ging es vor allem darum, all seine Akteure für ihren Trainingseifer zu belohnen und die Saison mit einer lockeren Begegnung ausklingen zu lassen. Die Erfurter wollten ihren rund 400 Zuschauern – eine für die Partie, bei der es um nichts mehr ging, erstaunlich gute Kulisse – noch einmal alles bieten. Sie wollten die Gunst der Stunde nutzen und dem frischgebackenen Meister, der sich verständlicherweise auf ein „lockeres Auslaufen“ eingestellt hatte, eine Niederlage beibringen.

Insbesondere der Amerikaner Wanamaker, der sich in der letzten Spielsekunde noch eine Disqualifikation einhandelte, und der Litauer Adomaitis wollten eine Niederlage nicht hinnehmen, zumal die Thüringer in der 26. Minute bereits mit 59:44 führten und wie der sichere Sieger aussahen. Sie wollten sich wohl auch beide mit entsprechenden persönlichen Statistiken für die nächste Spielzeit empfehlen.

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Schon zu Beginn der Partie hatte Mario Matic seine erste Überraschung parat, denn er hatte kräftig an seiner Stammbesetzung gedreht. Mit Jordan Talbert, Luis Garcia Morato, Florian Sefranek, Johannes Raab und Tobias Schmid schickte er fünf Starter aufs Feld, wie er es heuer noch nicht getan hatte. Talbert eröffnete die Begegnung mit einem Ballgewinn, den er per Korbleger verwandelte. Anschließend bediente er zunächst Garcia Morato zum erfolgreichen Abschluss und servierte Schmid den Ball zu einem schönen Mitteldistanztreffer. Nach fünf gespielten Minuten (Spielstand 10:8) folgte der nächste Streich. Wie sonst eher beim Eishockey üblich, vollzog der Nördlinger Trainer einen Blockwechsel. Fünf raus, fünf Neue rein. Nun waren Emanuel Richter, Fabian Brütting, Jan Petrovcic, Deividas Baika und Philipp Bühler an der Reihe. Richter und Baika zeigten eine sichere Hand von jenseits der Dreipunktelinie und Bühler sorgte auf Zuspiel von Baika für eine 25:20-Führung zum Viertelende.

Die Nördlinger Wechselspiele gingen weiter. Diesmal durfte auch der lange Zeit verletzte David West mit ran, der Talbert eine schöne Ballvorlage gab. Nun zeigte auch Raab, dass er aus der Distanz treffen kann und erhöhte auf 30:22. Ab der 18. Minute kam dann allerdings etwas Sand ins Getriebe der Giants. Die nutzten die Thüringer zu einem 14:0-Zwischenspurt, den erst Brütting mit dem Halbzeitpfiff beendete.

Beim Spielstand von 43:40 wurde die zweite Halbzeit begonnen und alles schien darauf hinzudeuten, dass die Erfurter die Oberhand behalten würden, denn richtig in Schwung gekommen, erhöhten sie ihren Vorsprung bis zur 26 .Minute auf 59:44. Dann ging der berühmte Ruck durch die Reihen der Rieser. Brütting eröffnete per Sprungwurf einen 16:0-Lauf der Giants und schloss diesen durch einen Dreier zur 60:59-Führung der Gäste ab. Zusammen mit Richter sicherte er anschließend einen knappen 64:61- Vorsprung vor dem Beginn des Schlussdurchgangs.

Einen Korbleger der Erfurter beantworten die Giants mit einem durch Talbert in den Korb getippten Ball, Dreipunkttreffern von Raab und Richter, sowie einem Sprungwurf durch Petrovcic zum 77:67-Zwischenstand aus Sicht der Giants (35. Minute). Beim Basketball bieten jedoch fünf Minuten Restspielzeit jede Menge Gelegenheiten, eine Partie zu drehen. So kam es auch diesmal. Erfurt konnte nach und nach den Vorsprung der Gäste abbauen und hatte sich 24 Sekunden vor dem Abpfiff bis auf einen einzigen Zähler heran gearbeitet (81:82). Brütting (vier Sekunden vor dem Abpfiff) und Richter (0,1 Sekunden) sicherten dann aber doch durch Freiwürfe den 85:83-Sieg der Rieser zum Abschluss dieser tollen Regionalligasaison.

Für Nördlingen waren dabei: West, Talbert 15 Punkte, Baika 9 (3 Dreier), Petrovcic 11, Garcia Morato 2, Bühler 2, Sefranek, Brütting 14 (1), Raab 11 (3), Schmid 2, Richter 19 (3). – Bei Erfurt fielen auf: Dziuballe 11, Wanamaker 23, Adomaitis 21.

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