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Basketball

17.02.2018

Der einstige Überflieger kämpft mit Turbulenzen

Mit vollem Einsatz nutzten die Angels (hier Aleksandra Racic) im Hinspiel gegen Wasserburg ihre Siegchance.
Bild: Jochen Aumann

Beim TSV Wasserburg ist die große Überlegenheit der vergangenen Jahre dahin. Auch die Angels haben schon davon profitiert

Das ewig junge Bayernderby steht in der 1. Basketball-Bundesliga an. Am Sonntag treffen die TH Wohnbau Angels erneut auf den amtierenden deutschen Meister TSV Wasserburg, für den sich damit die Chance auf eine Revanche bietet. Denkt man hierzulande an den legendären Sieg am 29. Oktober aus der Hinrunde in eigener Halle zurück, als man nach etlichen Jahren endlich einmal wieder einen Erfolg gegen die Über-Mannschaft aus Oberbayern feiern konnte, so fühlt sich der eine oder andere Basketballfan sicherlich noch immer ganz beflügelt. Das Rückspiel kommt dabei zum genau richtigen Zeitpunkt, denn nach einer kurzzeitigen Flaute zu Beginn der Rückrunde sind die Rieserinnen mittlerweile wieder voll auf Kurs.

Weniger euphorisch dürfte hingegen die Stimmung im oberbayerischen Lager sein. In der Rückrunde konnten bislang lediglich drei der sechs bestrittenen Begegnungen gewonnen werden. Ein Zustand, den man bei den Wasserburgern schon längere Zeit nicht mehr gewohnt ist. Zuletzt mussten die sonst so erfolgsverwöhnten vom Inn Niederlagen gegen Herne und Keltern hinnehmen und damit die Tabellenspitze den Rutronik Stars aus Keltern überlassen. Und auch die Teilnahme am EuroCup ist mittlerweile abgeschlossen. Immerhin konnten die Oberbayern nach einem hauchdünnen Sieg gegen den Herner TC ins Top4 einziehen und damit weiterhin im Pokalwettbewerb mitmischen.

Ganz anders die Lage auf Seiten der Nördlingerinnen. Nachdem mit Siegen gegen die Teams im Tabellenkeller einiges an Selbstvertrauen zurückgeholt werden konnte, blickt man hoch motiviert dem Duell mit dem Meister entgegen, zumal das wichtigste Saisonziel, nämlich frühzeitig mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben, bereits eingetütet ist.

Während bei den Angels seit Beginn der Saison personell alles unverändert geblieben ist, hat sich bei den Gastgeberinnen einiges getan. Bereits im Dezember trennte man sich von Headcoach Georg Eichler und übergab dem Co-Trainer Nikolay Gospodinov die Leitung. Seit Mitte Januar ist auch die Lettin Laura Audere, die nun für Chemnitz aufläuft, nicht mehr im Team. Dafür kam mit der amerikanischen Centerin Janae Smith, die die verletzte Rebecca Tobin ersetzt und einen hervorragenden Einstand hatte, ein neues Gesicht hinzu. Nicht zu vergessen US-Girl Monique Reid, die Woche für Woche glänzende Einzelstatistiken auflegt.

Dem breit aufgestellten Kader des Teams aus Wasserburg tut dies alles allerdings keinen Abbruch. Bereits acht Spielerinnen haben die 100-Punkte-Marke überschritten und damit mehr als bei jedem anderen Bundesligisten. Bei neun internationalen Spielerinnen aus acht verschiedenen Ländern sind Erfolge Pflicht. Hinzu kommt die erst 17-jährige Sophie Perner, die sich mit durchschnittlich 4,5 Minuten ins Spiel einbringt.

Ungeachtet der Übermacht der Gastgeberinnen werden die Nördlingerinnen am Wochenende alles geben, in der Gewissheit, dass auch diesmal ein Sieg durchaus möglich ist. Dass man hingegen in Wasserburg begeistert dem Derby entgegenblickt, bleibt zu bezweifeln, mussten die Oberbayern doch zwei der drei bereits ausgetragenen Bayernderbys an die Angels bzw. die Fireballs Bad Aibling abgeben. Zudem darf man einen Bus voll Rieser Basketballfans in der schönen Stadt am Inn begrüßen, die ihr Team nach Kräften unterstützen wollen. Tip-Off ist am Sonntag um 16 Uhr in der Badria-Halle.

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