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Basketball

13.04.2015

Giants krönen Saison mit Meistertitel

Fabian Brütting (links) und Florian Sefranek stemmten die Meisterschaftstrophäe in die Höhe.
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Fabian Brütting (links) und Florian Sefranek stemmten die Meisterschaftstrophäe in die Höhe.

Der TSV siegt im letzten Heimspiel gegen Breitengüßbach und steigt auf. Der Gegner machte es den Nördlingern zwar schwer. Doch am Ende war der Sieg hochverdient

Es hat alles gepasst. Eine Kulisse von rund 1200 Zuschauern erinnerte in der heimischen Hermann-Keßler-Halle an erfolgreiche Zeiten aus der Liga ProA, und die Fans hatten allen Grund zum Feiern. Denn die Nördlinger sind nach einem 84:77-Sieg gegen Breitengüßbach Meister der Regionallige Südost und steigen damit in die ProB-Liga auf.

Doch alles von Anfang an. Robert Daumann, der scheidende Sportreferent des Bayerischen Basketballverbandes, hatte seinen Besuch angekündigt und in weiser Voraussicht den Meisterschaftspokal sowie die zugehörigen Meisterschaftshemden im Gepäck.

Allerdings kam mit dem TSV Tröster Breitengüßbach ein Gegner ins Ries, der nicht antrat, um dem Meister zu huldigen, sondern der den Giants alles abverlangte und am liebsten die Punkte mit nach Oberfranken genommen hätte. Mit Manager Timm Metzler stand ein Hallensprecher in Höchstform am Mikrofon. Alles Voraussetzungen für einen spannenden, unterhaltsamen Basketballabend, bei dem es sich die Giants TSV 1861 Nördlingen nicht nehmen lassen wollten, den Meisterschaftstitel vor ihren heimischen Fans in trockene Tücher zu bringen. Sie zeigten dann auch das, was sie während der gesamten Spielzeit ausgezeichnet hat: Eine geschlossene Mannschaftsleistung in der Verteidigung und beim Angriff immer den Blick für den besser postierten Mitspieler. Ob in der Luft oder beim „Bodenkampf“, jeder gab sein Bestes und keiner wollte sich den Titel nehmen lassen.

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Die Giants starten mit einem guten ersten Viertel

Will man dennoch jemanden herausheben, dann sind das Fabian Brütting (25 Punkte), der sich gegen seinen Heimatverein keine Blöße geben wollte und Jordan Talbert (26), der in keiner Phase zu stoppen war. Auch der bedingungslose Einsatz von Jan Petrovcic und der Auftritt des 16-jährigen Moritz Trieb, der sich im Laufe der letzten Monate zur idealen Ergänzung des Energiebündels und Antreibers Florian Sefranek „gemausert“ hat, dürfen nicht unerwähnt bleiben. Doch zunächst wurde das Spiel mit einem Korb der Gäste eröffnet. Das war aber auch gleichzeitig der Startschuss für einen anschließenden und von Emanuel Richter eröffneten 11:0-Lauf der Rieser. Mit hervorragenden Zuspielen ließen sie keinen Zweifel daran aufkommen, wer Herr im Hause ist, hatten die gefährlichsten Korbschützen der Oberfranken gut im Griff, eroberten sich die Bälle und beendeten das erste Viertel mit 17:12.

Die zweiten zehn Minuten begannen mit einem von Luis Garcia Morato in den Korb getippten, abgeprallten Ball, und Jordan Talbert sorgte mit einer von oben durch den Ring gehämmerten Kugel (nach Zuspiel von Florian Sefranek) für einen ersten Höhepunkt. Brütting und Richter bauten die zwischenzeitliche Führung der Hausherren auf 13 Zähler aus, ehe man sich beim Spielstand von 40:29 in die Kabine verabschiedete.

Nach dem Seitenwechsel drohte das Spiel zu kippen

Nach dem Seitenwechsel änderte sich allerdings die zufriedene Miene des Nördlinger Trainers, denn Djerman, der gefährlichste Akteur der Oberfranken, drehte nun richtig auf. Mit zwölf in diesem Viertel erzielten Punkten hatte er maßgeblichen Anteil daran, dass die Gäste den 59:59-Ausgleich schafften.

Es gelang ihnen sogar, zu Beginn des Schlussabschnittes mit 61:59 in Führung zu gehen, und das Spiel drohte zu kippen. Nun ging allerdings ein Ruck durch die Reihen der Giants. Petrovcic und Richter konnten durch Freiwürfe ausgleichen, Talbert legte acht Punkte nach und Sefranek stellte zusammen mit Brütting in der 37. Minute einen einigermaßen beruhigenden 73:63-Vorsprung her. Die Oberfranken versuchten nun zwar durch schnelle Fouls die Uhr anzuhalten und schickten die Rieser vermehrt an die Freiwurflinie, konnten aber an deren hochverdientem 84:77-Sieg nicht mehr rütteln.

Was dann folgte? Eine überschäumende Freude und eine Saisonabschlussparty, aus der eine Meisterschaftsfeier wurde, die erst weit nach Mitternacht endete.

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