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Ju-Jutsu

17.05.2018

Nördlingen: Das komplette Team darf zur DM fahren

Die Nördlinger Delegation bei den süddeutschen Titelkämpfen (von links): Lukas Barth, Nils Dischinger, Christian Bold, Philipp Berber, Ann-Kathrin Pilz und Fabian Birzele.
Bild: Sabrina Berger

Alle Nördlinger Kämpfer qualifizieren sich bei der süddeutschen Meisterschaft für den Saisonhöhepunkt.

Die Nördlinger Ju-Jutsuka Lukas Barth, Philipp Berber, Fabian Birzele, Nils Dischinger, Ann-Kathrin Pilz und ihr Trainer und erfahrener Wettkämpfer Christian Bold schafften es bei der süddeutschen Meisterschaft in Schwäbisch Hall alle aufs Podest und qualifizierten sich damit für die deutsche Meisterschaft.

Für Nils Dischinger (Wettkampfklasse U21 bis 62 kg), der den erfahrenen Senioren zugeteilt wurde, startete der Wettkampftag ernüchternd. Ein eindeutiges 0:14 im ersten Kampf gegen Yorck Drost vom JJC Mühlbachtal beendete alle Titelchancen. Seinen nächsten Fight konnte der Nördlinger souverän gegen den gleichalten Dennis Völkl vom 1. JC Weiden für sich entscheiden. Im Kampf um Platz drei in der Gesamtwertung unterlag der TSV-Athlet mit 8:23 gegen Franz Weigert (JJ Gochsheim). Letztendlich qualifizierte sich Dischinger dennoch für die deutsche Meisterschaft, da er in seiner Altersklasse im direkten Vergleich die geforderte Platzierung erreichte.

Fabian Birzele, der als amtierender bayerischer Meister antrat, durfte sich gleich mit einem alten Bekannten aus dem Landeskader, Elias Pfab (Pyrbaum), auseinandersetzen. Beiden Abiturienten merkte man die fehlende Frische aufgrund der laufenden schriftlichen Prüfungen an. Es wurde auch diesmal ein Kräftemessen auf Augenhöhe, jedoch unterliefen dem Nördlinger immer wieder Fehler, sodass es am Schluss etwas unglücklich nur zu einem 8:8 reichte. Pfab hatte die besseren Wertungen und gewann somit denkbar knapp. Fabian Birzele quälte sich mit muskulären Problemen durch den zweiten Fight (5:4). Nach einer medizinischen Behandlung trat er gegen den späteren süddeutschen Meister Noah Franz an und verlor diesen erwartungsgemäß. Im letzten Fight trat sein Gegner nicht mehr an.

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Parallel dazu verliefen die Kämpfe von Philipp Berber (Wettkampfklasse Senioren bis 77 kg) und Lukas Barth (Wettkampfklasse Senioren bis 85 kg). Da es bei den U21-Teilnehmern bis 85 kg nicht genügend Meldungen gab, wurde der Informatikstudent Lukas Barth wie schon bei der bayerischen Meisterschaft mit den Senioren in eine Gruppe geworfen. Zwar erreichte er in seinen beiden Fights jeweils ein zweistelliges Punkteergebnis, jedoch reichte es trotzdem nicht zu einem Punktesieg. Auch für Philipp Berber verlief der Nachmittag anders als erwartet. Seine ersten beiden Kämpfe verlor er 0:14 und im entscheidenden dritten trat sein Kontrahent nicht mehr an. Philipp Berber und Lukas Barth erreichten somit beide den dritten Platz.

Das schwerste Los hatte Ann Kathrin Pilz (U21 bis 70 kg). Da es in ihrer Gewichtsklasse zu wenige Meldungen gab, wurde sie kurzerhand den Damen über 70 kg zugeteilt. Damit ergaben sich für die Nördlingerin Kampfsituationen, in denen ihr eine in Körpergröße und -masse weit überlegene Kontrahentin vom TUS Durmersheim gegenüberstand. Die amtierende bayerische Meisterin vom TSV musste all ihr Können in die Waagschale werfen, um in diesem Kampf David gegen Goliath ein 14:13 zu erringen. Im zweiten Fight war es eine klare Sache für Ann Kathrin Pilz (14:0). Ihr letzter Kampf gegen die Bundeskaderathletin Sophia Kunze (Sindelfingen) verlief dramatisch. Schon nach 30 Sekunden verletzte sich die TSV-Fighterin mit zwei Punkten führend so sehr am rechten Knie, dass ein Weitermachen nicht mehr möglich war. Nach der Behandlungspause wurde der Kampf für die spätere süddeutsche Meisterin mit 14:0 gewertet. Pilz wurde letztendlich unglücklich Dritte, qualifizierte sich jedoch souverän für die deutsche Meisterschaft.

Für Christian Bold, der bei den bayerischen Titelkämpfen nicht teilnehmen durfte – er ist seit dieser Saison Landestrainer – verlief der Nachmittag erfolgreich. Der Gewinner der Ungarn Open, die er als Vorbereitungsturnier im April bestritt, demonstrierte seine Klasse. Seinen ersten Fight beendete er vorzeitig mit einem 14:0 gegen seinen Münchner Kontrahenten Loris Rossmann. Im zweiten Kampf besiegte er Jakub Weber (Durmersheim) mit 12:4 und verteidigte damit seinen Titel als süddeutscher Meister.

Alle TSV-Ju-Jutsuka qualifizierten sich dank ihrer guten Platzierungen für die deutsche Meisterschaft im Juni in Bernau bei Berlin.

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