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Fußball

22.06.2020

Robert Strauß: Vom Spielfeld ins Büro

Der Großsorheimer Robert Strauß (hier beim Training mit den F-Junioren der SpVgg Deiningen) beendet seine Profikarriere, bleibt aber dem 1. FC Heidenheim im Management erhalten.
Bild: Klaus Jais

Plus Der Großsorheimer beendet beim 1. FC Heidenheim seine aktive Karriere und unterstützt künftig den Vereinsvorstand.  Er war 17 Jahre lang als Profi im Einsatz.

Im Sommer ist Schluss: Wie der 1. FC Heidenheim jetzt bekannt gab, hängt Robert Strauß nach dem Ende der laufenden Spielzeit seine Fußballstiefel nach achteinhalb Jahren als Profi beim FCH an den Nagel. Dem Verein sagt er allerdings nicht Adieu. Strauß wechselt vom Spielfeld in den Bürostuhl und unterstützt den FCH-Vorstand um Holger Sanwald, Petra Saretz und Gerrit Floruß bei allen strategischen und operativen Tätigkeiten.

„Ich bin dem FCH und seinen Verantwortlichen sehr dankbar, dass unser gemeinsamer Weg noch nicht zu Ende ist und ich die Chance erhalte, mich in neuer Rolle für den Verein zu beweisen. Natürlich werde ich das Fußballspielen, die Zeit auf dem Platz mit meinen Mannschaftskameraden und die Unterstützung der Fans nach 17 Jahren als Profifußballer sehr vermissen. Gleichzeitig freue ich mich aber ungemein auf meinen Karriereschritt in der FCH-Geschäftsstelle, auf viele abwechslungsreiche Herausforderungen und darauf, viel Neues zu lernen“, so Strauß, der 2012 vom FC Erzgebirge Aue nach Heidenheim wechselte. Der Rechtsverteidiger etablierte sich in seiner zweiten Saison auf der Ostalb als Stammspieler, stieg mit dem FCH in die 2. Bundesliga auf und war auch dort nicht aus dem Kader wegzudenken. In jüngerer Vergangenheit verringerten sich allerdings seine Einsatzzeiten, in der laufenden Saison stand er lediglich viermal auf dem Feld. Nichtsdestotrotz: Strauß’ Qualitäten als Teamplayer werden vom Verein gewürdigt, nicht zuletzt freut sich der Verein auch auf organisatorischer Ebene auf den Einsatz des 33-Jährigen, der „durch seine sportliche Erfahrung als Profi und sein wirtschaftswissenschaftliches Studium wertvolle Fähigkeiten für alle Geschäftsbereiche des FCH“ mitbringe, so Holger Sanwald. In seinen ersten Wochen und Monaten auf der FCH-Geschäftsstelle wird Robert Strauß verschiedene Geschäftsbereiche kennenlernen und beispielsweise in den Bereichen Kommunikation, Marketing, Vertrieb und Finanzen sowie dem Hartmann- Nachwuchsleistungszentrum tätig sein. Parallel dazu wird der gebürtige Oettinger sein Fernstudium der Wirtschaftswissenschaften in Teilzeit fortsetzen, das er bereits als aktiver Profi begonnen hat.

Der aus Großsorheim stammende, 1,75 Meter große Rechtsfuß spielte in seiner Jugend in seiner Heimat beim SV Großsorheim und beim TSV 1861 Nördlingen. 2001 wechselte er in die Jugendmannschaft des FC Augsburg. 2003 wurde er mit 17 Jahren erstmals in der ersten Mannschaft des FCA eingesetzt, die damals in der drittklassigen Regionalliga Süd spielte. Auch in seinem letzten Jugendjahr wurde er mehrfach in die Erste geholt, bevor er 2005 endgültig in den Top-Kader aufgenommen wurde.

Am elften Spieltag erstmals in der Startelf des FCA

In seinem ersten Seniorenjahr brachte er es als Einwechselspieler auf 17 Einsätze und am Ende der Saison gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Bis zum neunten Spieltag der Saison 2006/07 musste er dann zwar auf seinen ersten Profieinsatz warten, aber bereits zwei Spieltage später stand er in der Startelf und erzielte gegen den SC Freiburg sogar sein erstes Profitor. Mit Auslaufen seines Vertrags wechselte Strauß zur Saison 2010/11 zum Zweitliga-Aufsteiger FC Erzgebirge Aue. Im Januar 2012 kam Strauß zum Drittligisten 1. FC Heidenheim, wo er einen Vertrag zunächst bis zum 30. Juni 2014 unterschrieb. Mit den Brenzstädtern beendete er die Saison 2013/14 als Drittliga-Meister und stieg in die 2. Bundesliga auf. Im DFB-Pokal erreichte er mit dem 1. FC Heidenheim 2015/16 und 2018/19 das Viertelfinale.

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