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Kunstturnen

26.09.2012

Seit 25 Jahren in der 2. Bundesliga

Thomas Radler, hier am Boden, ist in der Jubiläumssaison Kapitän der KTV Ries. Am kommenden Samstag geht es zum Auftakt gegen den Aufsteiger KTV Hohenlohe.
Bild: Jochen Aumann

KTV Ries startet am kommenden Wochenende mit stark verändertem Kader in die Jubiläumssaison

Mit einem stark veränderten Team geht die KTV Ries dieses Jahr in der 2. Bundesliga Süd an den Start. Zu den Stammkräften der vergangenen Jahre kommen Nachwuchsturner aus der zweiten Mannschaft und ein ehemaliger Turner des FC Bayern München, die dazu beitragen sollen, das Saisonziel, einen Platz unter den ersten Drei, zu erreichen.

Die Saison 2012 ist für die KTV Ries eine ganz besondere: Seit nunmehr 25 Jahren gehört die Mannschaft aus dem Nördlinger Trainingszentrum ununterbrochen der 2. Bundesliga an. 1987 schaffte man nach nur drei Jahren in der Regionalliga den Aufstieg in die zweithöchste deutsche Liga. Natürlich soll diese Serie auch in diesem Jahr fortgesetzt werden, was mit einer im Vergleich zu den vergangenen Jahren komplett neu aufgestellten Mannschaft gelingen soll.

Gleich vier Stammkräfte sind nicht mehr dabei

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Nach vier Jahren für die KTV wird der Sechskämpfer Christof Walter aus beruflichen Gründen nicht mehr für die Rieser starten. Auch Claudius Hingst, der in der Rangliste der Einsätze auf Platz zwei liegt, hat seinen Rücktritt aus der ersten Mannschaft erklärt, ebenso wie Alexander Mugrauer der über zehn Jahre an vier Geräten für die Nördlinger turnte. Mit Martin Stadelmann muss man den Rücktritt eines weiteren Allrounders verkraften, der bei Bedarf an allen sechs Geräten hätte eingesetzt werden können.

Durch den Wegfall dieser Stammkräfte wurde das Team mit Turnern aus den eigenen Reihen verstärkt; jüngster Nachwuchsturner ist dabei Jakob Mayer. Der Turner des Bayernkaders wird sein Können vor allem am Boden zeigen dürfen, aber auch am Pauschenpferd und Reck hat er die Möglichkeit auf Einsätze. Andreas Hofer, Leistungsträger der letztjährigen zweiten Mannschaft, wurde ebenfalls in den Kader aufgenommen und steht an Boden, Pferd und Barren der Mannschaft zur Verfügung. Mit Stefan Braun wurde noch ein weiterer Turner aus der zweiten Mannschaft geholt, der seine Einsätze an Barren und Reck bekommen wird, aber auch bei Bedarf am Sprung eingesetzt werden kann.

Ehemaliger Jugendnationalturner soll Christoph Walter ersetzen

Ganz neu im Rieser Team ist Hansi Lohr. Mit ihm konnten sich die Verantwortlichen der KTV die Dienste eines ehemaligen Turners des FC Bayern München sichern, der einen äquivalenten Ersatz für Christof Walter darstellt. Der ehemalige Jugendnationalturner wird an allen sechs Geräten zum Einsatz kommen und mit seinen Übungen das ein oder andere Highlight bei den Wettkämpfen setzen können.

Auf der Ausländerposition stehen in diesem Jahr wieder drei bekannte Turner zur Verfügung. Der Slowake Samuel Piasecky, der bei den Olympischen Spielen in London denkbar knapp das Finale an seinem Paradegerät Barren verpasst hat, wird voraussichtlich an zwei Wettkampftagen das Dress der KTV anziehen. Ebenso wird Attila Racz zweimal für die Rieser auflaufen, der nach seinem Verletzungscomeback in der vergangenen Saison wieder voll angreifen kann. Dritter im Bunde ist Mark Ramseier, Schweizer Nationalturner, der in seiner letzten Saison als aktiver Turner noch einmal für das Nördlinger Team startet.

Nach seiner Verletzung im letzten Jahr kommt Thomas Frisch zurück in die Mannschaft. Er kann an den Ringen, Sprung und am Reck eingesetzt werden, aber bei Bedarf auch am Boden und am Barren. Wieder fit und von seinem Kreuzbandriss erholt hat sich Sven König, der vor allem an Pauschenpferd und Ringe seine Einsätze bekommen wird, jedoch auch Sprung turnen könnte.

Der erfahrenste Turner in der diesjährigen Mannschaft und neuer Kapitän ist Thomas Radler. An Boden, Pferd, Sprung, Barren und Reck wird er an die Geräte gehen und somit seinen Vorsprung in der Rangliste weiter ausbauen können. Ein weiterer ligaerfahrener Akteur ist Roland Hagner, der ein weiteres Jahr lang in der zweiten Liga sein Können an den Ringen zeigen wird. Der nächste Gerätespezialist ist Tobias Bauer, der – wie schon in den vergangenen Jahren – vor allem am Seitpferd turnen wird, sich aber auch wieder auf Einsätze am Barren freuen kann. Ebenfalls im Team ist Mike Dörner, der bei Personalmangel wieder ’ran muss und an bis zu fünf Geräten eingesetzt werden kann. Jedoch wird er den Schwerpunkt auf das Coaching der Mannschaft legen, das er zusammen mit Wolfgang Eichmeier und Roland Grimm erledigen wird.

Die schwere Aufgabe am Kampfrichtertisch wird wie gewohnt Jürgen Wundel übernehmen.

Vier Wettkämpfe in der Hermann-Keßler-Halle

Bei insgesamt vier Wettkämpfen darf man vor heimischem Publikum turnen, so auch am kommenden Samstag beim Saisonauftakt gegen den Aufsteiger KTV Hohenlohe. Am zweiten Wettkampftag muss man dann auswärts gegen die ebenfalls aufgestiegenen Turner der TG Hegau-Bodensee ’ran. Der dritte und vierte Wettkampf finden dann wieder in der Nördlinger Hermann-Keßler-Halle gegen den TSV Pfuhl und den SSV Ulm statt, bevor es dann auswärts gegen den nordschwäbischen Rivalen TSV Buttenwiesen geht. Der vorletzte Wettkampf gegen den TV Herbolzheim ist wieder ein Heimwettkampf, danach geht es zum abschließenden Derby nach Monheim.

Die genauen Wettkampftermine und weitere Ligainformationen können regelmäßig den Rieser Nachrichten oder der Homepage der KTV Ries entnommen werden.

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