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4,2 Milliarden Euro
28.08.2017

So viel Geld überweisen Migranten aus Deutschland in ihre Heimatländer

Im vergangenen Jahr haben in Deutschland arbeitende Migranten mehr Geld an Familien in den Herkunftsländern überwiesen als je zuvor seit der Wiedervereinigung.
Foto: Jens Wolf, dpa (Symbolbild)

Die "Wirtschaftswoche" berichtet, dass in Deutschland arbeitende Migranten im vergangenen Jahr mehr Geld an ihre Familien in den Herkunftsländern überwiesen haben.

In Deutschland arbeitende Migranten haben im vergangenen Jahr laut einem Zeitungsbericht rund 4,2 Milliarden Euro an ihre Familien in den Herkunftsländern überwiesen. Das seien fast 700 Millionen Euro mehr als 2015 gewesen und so viel wie nie seit der Wiedervereinigung, schreibt die Wirtschaftswoche unter Berufung auf Daten der Bundesbank. Dabei gibt es eine Gruppe von Migranten, deren Überweisungen in das Herkunftsland in den vergangenen Jahren nahezu konstant waren. Das mit Abstand meiste Geld schickten ausländische Arbeitnehmer nach wie vor in die Türkei. Die Summe liege seit Jahren nahezu konstant bei mehr als 800 Millionen Euro.

Geld an Herkunftsländer: Überweisungen nach Osteuropa nehmen zu

Woher kommt der Anstieg der Gelder, die in Herkunftsländer überwiesen werden? Das hat verschiedene Ursachen. Dem Bericht zufolge nehmen seit Jahren insbesondere Überweisungen in osteuropäische EU-Mitgliedstaaten stark zu. Die Geldtransfers in das Bürgerkriegsland Syrien sei zudem von 18 auf 67 Millionen Euro gestiegen. dpa/sh

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