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Boston: Brief von Gangsterpaar Bonnie und Clyde wird versteigert

Boston

Brief von Gangsterpaar Bonnie und Clyde wird versteigert

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    Bonnie und Clyde sind das berühmteste Gangsterpaar der USA. Nun wird ein Brief der beiden versteigert.
    Bonnie und Clyde sind das berühmteste Gangsterpaar der USA. Nun wird ein Brief der beiden versteigert. Foto: CSU Archives, Everett Collection, dpa

    Sie sind das bekannteste Gangsterpaar in der Geschichte der USA und auch heute noch – über 80 Jahre nach ihrem Tod – haben Bonnie und Clyde Fans. Gerade hat das Auktionshaus RR Auctions aus dem US-Bundesstaat New Hampshire einen Brief der beiden im Angebot. Er ist in der Handschrift von

    Hamilton war Mitglied in Clydes Bande, der gefürchteten Barrow-Gang. Anfang der 30er Jahre überfiel sie Banken, raubte Tankstellen aus und ermordete Menschen – vor allem Polizisten. Dennoch fieberten die Amerikaner anfangs mit dem Gangsterpaar mit, auch wenn sie auf ihren Raubzügen teilweise brutal vorgingen. Bis zum 16. Januar 1934. Damals brachen Clyde und seine Kumpanen in das berüchtigte Gefängnis Eastham Prison Farm ein, um Häftlinge zu befreien, darunter auch Raymond Hamilton. Wieder töteten sie einen Polizisten. Das brachte die Ermittler im Land endgültig dazu, die Jagd auf die zwei zu verschärfen. Die Stimmung der Bevölkerung drehte sich.

    Bonnie und Clyde hatten sich mit Hamilton zerstritten

    Wie aus dem Brief, der nun versteigert wird, hervorgeht, zerstritten sich Bonnie und Clyde schon wenig später mit Hamilton. Wahrscheinlich, weil er 4000 Dollar aus einem Banküberfall in Lancaster für sich behielt.

    „Es tut mir sehr leid zu hören, dass du gefasst wurdest, aber weil du dich nicht gewehrt hast, fehlt mir jede Sympathie“, so beginnt der Brief, den Hamilton vermutlich am 30. April erhielt. Er schreibe ihm, teilt Clyde mit, um ihn an all die schmutzigen Tricks zu erinnern, die er abgezogen habe. „Als ich zur Farm kam (gemeint ist die Eastham Farm), um dich zu holen, dachte ich, der Schuppen hat dich vielleicht verändert. Aber bald bemerkte ich meinen Fehler.“ Nach der Befreiung habe Raymond vorgeschlagen, einen Kameraden im Schlaf zu erschießen, und bei Schießereien habe er sich feige verhalten, wirft ihm Clyde vor. „Ich hätte dich damals töten sollen, das hätte mir viele Scherereien und Geld auf der Suche nach dir gespart.“

    Am schlimmsten wog für Clyde, dass Hamilton sich einfach verhaften ließ. „Ich weiß, dass sie mich eines Tages auch bekommen werden, aber es wird nicht ohne Widerstand sein“, schrieb er. Nicht mal einen Monat nachdem der Brief bei Hamilton eingetroffen war, starben Bonnie und Clyde im Kugelhagel in einem Hinterhalt – völlig ohne Gegenwehr. Hamiltons Leben endete auf dem elektrischen Stuhl. Am 10. Mai 1935, elf Tage vor seinem 22. Geburtstag, wurde er hingerichtet.

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