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Kinderpornos

29.05.2019

Immer mehr Kinderpornos zu sichten: Polizei holt Personal von außen

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen stellt Menschen ein, die Kinderpornos sichten sollen.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolfoto)

Die Polizei muss immer mehr Kinderpornos sichten. Um die Aufgabe zu bewältigen, stellen die Beamten in Nordrhein-Westfalen 24 neue Mitarbeiter ein.

Zum Sichten kinderpornografischen Materials sucht die Polizei in Nordrhein-Westfalen Hilfe auch ohne kriminalistische Erfahrung. Das Landeskriminalamt (LKA) stellt 24 Arbeitskräfte ein. Hintergrund sind laut LKA immer weiter steigende Datenmengen, bei deren Bewertung man nicht mehr hinterherkomme.

Laut LKA gab es Pläne für diese Initiative bereits vor dem Bekanntwerden des massenhaften Missbrauchs auf einem Campingplatz in Lügde bei Bielefeld. Fast 150 Bewerbungen sind für die Stellen eingegangen. 

Sven Schneider vom Cybercrime-Kompetenzzentrum des LKA sagte der Rheinischen Post: "Das sind keine Polizisten. Es sind Leute, die wir vom freien Arbeitsmarkt nehmen und als Tarifbeschäftigte einstellen." In der Ausschreibung wurde unter anderem eine abgeschlossene Ausbildung im IT-, Büro-, oder Verwaltungsbereich mit guter Abschlussnote oder ein Studium verlangt. Das Auswahlverfahren läuft laut LKA noch, es soll bald abgeschlossen werden.

In Lügde wurden über Jahre Kinder missbraucht

Auf einem Campingplatz in Lügde an der Landesgrenze zu Niedersachsen sollen über Jahre hinweg zahlreiche Kinder schwer sexuell missbraucht worden sein. Dem 56-jährigen Hauptverdächtigen wirft die Staatsanwaltschaft in der Anklage 293 Fälle vor. Untersucht werden in dem Fall viele tausend Bild- und Videodateien. (dpa)

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