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Schlager
22.09.2016

Warum Wolfgang Petry kein Star mehr sein will

Mit Kurzhaarfrisur und Dreitagebart, so war Wolfgang Petry2007 bei Carmen Nebel zu Gast.
Foto: Patrick Seeger/dpa

Wolfgang Petry wird am Donnerstag 65, ist aber längst Frührentner. Seine Hits sind immer noch beliebte Partykracher. Ein Star will der „Wolle“ nicht mehr sein.

Eine mögliche Frage soll gleich vorweg beantwortet werden: Mit der AfD-Politikerin gleichen (Nach-)Namens ist Wolfgang Petry weder verwandt noch verschwägert. Denn der „Wolle“, wie ihn seine Fans liebevoll nennen, heißt mit bürgerlichem Namen Franz Hubert Wolfgang Remling.

Genau der will Petry, der immerhin 18 Millionen Tonträger verkauft hat, heute wieder sein. Kein Star, schon gar keiner zum Anfassen. Eher definiert er sich als Privatier, den es auch im Vorruhestand noch immer in den Fingern bietzelt, einige neue Lieder zu veröffentlichen.

„Ich fühle mich nicht mehr als öffentliche Person“, bekräftigte Wolfgang Petry vor ein paar Jahren gegenüber Bild. Er genieße es, überall unerkannt hingehen zu können, er habe keine Privilegien mehr und werde wie jeder andere behandelt. Im Leben des Schlagersängers ist seit ziemlich genau zehn Jahren kein Platz mehr für Freundschaftsbändchen, Kultkrause und Schnauzbart – die einstigen Markenzeichen. Statt- dessen kommt er auf neueren Fotos, wenn es denn überhaupt welche gibt, unscheinbar mit Kurzhaarfrisur und Dreitagebart daher.

Wolfgang Petrys Sohn Achim (42) tritt mit seinen Hits auf

Nach Angaben von Sohn Achim, 42, der heute mit Daddys Hits auftritt, lebt der Sänger und Komponist weitgehend zurückgezogen in Hennef bei Bonn oder einem Winter-Domizil im Süden. Die Privatsphäre sei „Wolle“ heilig, sagt der Junior. Angeblich hat Petry nicht mal ein Handy und benutzt auch keine Kreditkarte. Sein Vater werde immer kauziger und verschrobener, beschrieb ihn der Sohn mal.

Statt tanzbarer Schlagermucke soll sich „Wolle“ nun penibelst um seine Gesundheit kümmern. Ein strenger Ernährungsplan und viel Sport stünden im Mittelpunkt, heißt es. Mit seinen Fitness-Aktivitäten würde es sein Vater übertreiben, meint der Sohn. Er esse nur noch Salat oder Fisch – und der dürfe auch nur biologisch sein.

Franz Hubert Wolfgang Remling scheint die leichte Kost, auf die er auch musikalisch Jahrzehnte lang spezialisiert war, zu bekommen. Zumindest fühlte er sich zuletzt wieder fit für neue Lieder.

Vor zwei Jahren veröffentlichte Petry ein Album mit alten Hits

Auch wenn er die Bühne meidet, musikalisch hat er sich vor zwei Jahren aus dem Frührenter-Dasein zurückgemeldet: Zunächst veröffentlichte er „Einmal noch!“, ein Album mit neuen Interpretationen alter Hits. Ein Jahr später, im Februar 2015, feierte Petry sein Comeback mit dem „Brandneu“-Album, das sich elf Wochen in den deutschen Charts hielt. Sogar auf Platz eins schaffte es die CD. Im März dieses Jahres erschien „40 Jahre – 40 Hits“ und Wolfgang Petry wurde sogar wieder für den „Echo“ nominiert.

Heute erreicht dieser Hitschmied mit 65 Jahren tatsächlich das Ruhestandsalter. Man ist geneigt, dies mit den Worten seines größten musikalischen Erfolgs zu kommentieren: „So ein Wahnsinn!“ Vielleicht tanzt der „Wolle“ auf diese Höllennummer heute einen Discofox. Wahrscheinlich aber eher nicht.

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