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Rebecca News

15.04.2019

Seit zwei Monaten vermisst: Wo ist Rebecca?

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Seit zwei Monaten wird die 15 Jahre alte Rebecca aus Berlin nun schon vermisst.
Bild: Polizei

Wo ist Rebecca? Seit dem 18. Februar wird die 15-Jährige vermisst. Die Aufmerksamkeit für den Fall schwindet, doch die Berliner Polizei will noch nicht aufgeben.

Seit Rebecca aus Berlin verschwunden ist, sind fast zwei Monate ins Land gezogen. Der anfängliche Optimismus der Polizei zur Aufklärung des Falls ist langsam gewichen. Denn trotz aufwendiger Suche konnten die Beamten die Leiche der vermissten Jugendlichen bisher nicht finden. Die Hoffnung der Mordkommission, schnell Beweise gegen Rebeccas weiterhin verdächtigen Schwager zu finden, sank damit. Doch die Suche geht weiter. In der vergangenen Woche konzentrierten sich Polizei und Technisches Hilfswerk (THW) erneut auf die Umgebung eines kleinen Sees in Ost-Brandenburg.

Rebecca war am 18. Februar aus dem Haus ihrer Schwester in Berlin verschwunden

Die 15-jährige Rebecca war am Montag vor acht Wochen, am 18. Februar 2019, aus dem Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers in Berlin-Britz verschwunden, einem Stadtteil im Bezirk Neukölln. Wegen diverser Indizien geht die Kripo weiterhin davon aus, dass ihr Schwager Rebecca ermordet hat. Er sei am Vormittag ihres Verschwindens allein mit Rebecca im Haus gewesen, habe laut seinen Handydaten nicht geschlafen, wie er behauptet habe, und könne seine beiden Fahrten an dem Vormittag und am nächsten Tag nach Brandenburg nicht erklären, teilte die Mordkommission mit. Rebeccas Familie beteuert hingegen in Interviews immer wieder die Unschuld des Schwagers.

Die Mitglieder von zwei Mordkommissionen sowie Polizisten aus der Vermisstenstelle sind derweil weiter mit der Auswertung von mehr als 2200 eingegangenen Hinweisen beschäftigt. Zwischenzeitlich kümmerten sich im Landeskriminalamt mehr als 30 Leute um den Fall. Auch weitere Experten wurden zur Unterstützung herangezogen: Hundeführer mit Leichenspürhunden aus anderen Bundesländern, sogenannte Mantrailer-Hunde von privaten Vereinen, Taucher, Polizei-Spezialisten mit Booten und Echolot, Männer vom Technischen Hilfswerk mit Bodenradar.

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Vermisste Rebecca: Polizei durchsucht Seen und Wälder in Brandenburg

Die Einsatzkräfte suchten einen größeren und einen kleineren See im Osten Brandenburgs ab, durchkämmte die umliegenden Wälder. An der Autobahn 12 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) führten Polizisten die Suchhunde entlang, an einer Schotterstraße nahmen die Beamten Reifenabdrücke - konkrete Hinweise oder gar eine Leiche tauchten aber nicht auf.

Dabei könnte es die Kriminalpolizei im aktuellen Fall sogar etwas einfacher haben als bei anderen Vermissten. Wenn Mädchen, seltener auch Jungen, auf dem Weg zur Schule oder nach Hause spurlos verschwinden, nicht wieder auftauchen und es auch keine Zeugen gibt, hat die Polizei fast nichts in der Hand. Manche dieser Fälle werden nie aufgeklärt.

Polizei geht davon aus, dass Rebecca das Haus ihres Schwagers nicht lebend verließ

Bei Rebecca geht die Polizei aber davon aus, dass sie das Haus nicht lebend verließ: daher der Verdacht gegen den Schwager. Ohne Leiche ist eine Anklage vor Gericht aber schwierig. Und je länger eine Leiche vergraben im Boden oder auf dem Grund eines Sees liegt, desto weniger Spuren dürften noch zu finden sein.

Offen ist, wann das Verschwinden von Rebecca zu einem sogenannten Cold Case wird, einem ungeklärten Fall. Und wann die Akten erstmal weggestellt werden. Eins steht aber fest: Endgültig geschlossen werden die Akten nicht. Die Polizei geht von einem Mordfall aus - und Mord verjährt nie. (AZ, dpa)

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