1. Startseite
  2. Panorama
  3. Totes Baby in Rieseby: Keine Anzeichen äußerlicher Gewalt

Rieseby

04.08.2019

Totes Baby in Rieseby: Keine Anzeichen äußerlicher Gewalt

Anwohner finden ein totes Baby auf einem Feld: Die Polizei ermittelt gegen eine Mutter aus Rieseby.
Bild: Benedikt Siegert (Symbolbild)

Anwohner fanden in Rieseby ein totes Baby auf einer Koppel. Vermutlich lag es schon länger dort. Die Mutter wurde auf dem Wacken Open Air festgenommen.

Auf einem Feld finden Anwohner ein totes Baby in einem Karton. Die Mutter des Kindes ist schnell gefunden. Sie wird auf dem Heavy-Metal-Open-Air in Wacken festgenommen. Schon wenig später haben die Rechtsmediziner erste Erkenntnisse.

Anwohner hatten die Babyleiche am Donnerstagabend gefunden

Bei der Obduktion des toten Babys, das auf einem Feld in Schleswig-Holstein gefunden wurde, haben Rechtsmediziner keine offensichtlichen Hinweise auf einen gewaltsamen Tod gefunden. "Äußerliche Anzeichen von unmittelbarer Gewalt hat die Sektion nicht zu Tage gefördert", sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Henning Hadeler am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Das abschließende medizinische Gutachten soll in der kommenden Woche vorliegen. Die Kieler Nachrichten hatten am Freitagabend über den Vorfall berichtet.

Anwohner hatten den leblosen Säugling am Donnerstagabend in einem Feld bei Rieseby (Kreis Rendsburg-Eckernförde) gefunden und die Polizei informiert, wie die SHZ berichtet. Das Baby sei in Stoffe gewickelt und in einem Karton abgelegt gewesen, sagte der Staatsanwalt. 

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Der Säugling soll bereits mehrere Monate auf dem Feld gelegen haben

Die Mutter des Kindes ist der Polizei bekannt. Die 26-Jährige war in der Nacht zu Freitag auf dem Heavy-Metal-Open-Air in Wacken in Gewahrsam genommen worden. Nach ihrer Befragung sei sie wieder auf freien Fuß gekommen - und nun wieder in der Obhut ihrer Familie. 

Bei der polizeilichen Befragung hatte sie gesagt, es habe sich um eine Totgeburt gehandelt. "Wir müssen nun schauen, ob das mit dem rechtsmedizinischen Gutachten in Einklang zu bringen ist", sagte Hadeler. Ein Tötungsdelikt sei nicht ausgeschlossen. Der Säugling soll schon länger auf dem Feld gelegen haben - bisherigen Erkenntnissen zufolge wohl mehrere Monate. (dpa)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren