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Zeitumstellung 2019
31.03.2019

So machen Sie das Beste aus der Zeitumstellung auf Sommerzeit

In der Nacht auf Sonntag findet die Zeitumstellung auf Sommerzeit 2019 statt.
Foto: Daniel Naupold (dpa)

In der Nacht auf Sonntag wurden die Uhren auf die Sommerzeit 2019 umgestellt. Viele sind genervt von der Zeitumstellung. Doch es lässt sich auch etwas daraus machen.

Die Umstellung auf Sommerzeit am frühen Sonntagmorgen, 31. März, dürfte nur bei wenigen Menschen auf Begeisterung stoßen. Die meisten Menschen sind von der Zeitumstellung genervt, und tatsächlich soll der Wechsel ja auch 2021 in der EU abgeschafft werden. Kommt dann für immer Sommer- oder Winterzeit? Das ist noch nicht geklärt.

Trotzdem lässt sich der Umstellung von Winterzeit und Sommerzeit - die Uhren wurden von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt - Positives abgewinnen. Durch die Sommerzeit bleibt es abends nämlich eine Stunde länger hell. "Die sollte man so gut es geht ausnutzen", sagt Psychologieprofessorin Katja Mierke von der Hochschule Fresenius.

Streng genommen verschiebt sich die freie Zeit, in der es hell ist, durch die Zeitumstellung nur. Berufstätigen aber kommt die Stunde am Abend entgegen, sagt Mierke - jedenfalls in sozialer Hinsicht: "Seien wir ehrlich: Morgens um halb sechs trifft sich niemand mit Freunden zum Grillen." Abends passiert das schon eher.

Bleibt nach der Arbeit eine Stunde mehr Licht, hat das auch einen psychologischen Effekt, vermutet Mierke: "Gefühlt bleibt so einfach noch mehr vom Tag übrig."

Dass die Menschen die Sommerzeit entsprechend nutzen, habe auch eine amerikanische Studie gezeigt. Die Forscher fanden heraus, dass Erwachsene durch die Sommerzeit im Schnitt eine halbe Stunde länger draußen ihre Freizeit genießen - und neun Minuten weniger vor dem Fernseher hängen. Durch eine Verschiebung des Beginns der Sommerzeit war in den USA ein direkter Vergleich des Verhaltens am gleichen Tag über insgesamt vier Jahre möglich gewesen, sagt Mierke.

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Die Umstellung auf Sommerzeit bedeutet Stress

Klar ist allerdings auch: Die Umstellung auf Sommerzeit bedeutet Stress für Geist und Körper - ähnlich wie bei Reisen in eine andere Zeitzone. Und bis der Mini-Jetlag verdaut ist, können bis zu zwei Wochen vergehen, sagt Professorin Kneginja Richter. Sie leitet die Schlafsprechstunde an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) Nürnberg.

Zum Glück gibt es Methoden, mit denen sich die geklaute Stunde schneller und besser wegstecken lässt. "Alles, was tagsüber für Aktivität sorgt, hilft", sagt Richter. Dazu zählt zum Beispiel Bewegung an der frischen Luft. "Gleichzeitig sollte es nachts möglichst dunkel, ruhig und kühl sein."

So ist der Kontrast zwischen Tag und Nacht besonders deutlich - der Körper gewöhnt sich schneller an den neuen Rhythmus. Auf einen Mittagsschlaf verzichtet man zu Beginn der Sommerzeit am besten. Oder man begrenzt ihn zeitlich, auf höchstens eine halbe Stunde.

Auch Vorbereitung hilft: Wer schon ein paar Tage vor der Zeitumstellung eine Stunde früher ins Bett geht und dafür auch eine Stunde früher aufsteht, kommt dann nach der Zeitumstellung besser klar. (AZ, dpa)

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