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Afghanistan
10.01.2022

Mindestens neun Kinder in Afghanistan durch Blindgänger getötet

Eine nicht explodierte US-Streubombe: Auch nach dem Abzug der internationalen Truppen werden in Afghanistan regelmäßig Zivilisten durch Explosionen verletzt.
Foto: Behrouz_Mehri, AFP/dpa

In der Nähe einer Schule in Afghanistan geht ein Blindgänger hoch - ein Popcorn-Verkäufer soll die Detonation einer Mörsergranate ausgelöst haben. Mehrer Kinder kommen ums Leben.

In Afghanistan sind Angaben der regierenden Taliban zufolge mindestens neun Kinder bei der Explosion eines Blindgängers getötet worden. Vier weitere seien bei dem Vorfall im Bezirk Lalpur im Osten des Landes verletzt worden, teilten das Büro des Gouverneurs der Provinz Nangarhar und die örtliche Polizei mit. Demnach löste ein Popcorn-Verkäufer auf nicht näher beschriebene Art die Detonation einer Mörsergranate aus.

Der Vorfall habe sich nahe einer Schule ereignet, hieß es. Die verletzten Kinder sind laut den Behörden zur Behandlung in das Regionalkrankenhaus in der Stadt Dschalalabad gebracht worden.

Immer wieder werden in Afghanistan Zivilisten durch versteckte Sprengsätze verletzt

Auch nach dem Abzug der internationalen Truppen werden in Afghanistan regelmäßig Zivilisten durch Explosionen verletzt. Die Taliban, die Mitte August das Land militärisch übernommen haben, hatten in der Vergangenheit im ganzen Land an Straßenrändern Sprengsätze versteckt, um mit ihnen die Sicherheitskräfte der Regierung anzugreifen. Vor allem in ländlichen Gebieten kommen Menschen zudem durch scharfe Mörsergranaten, Granaten oder andere Sprengkörper zu Schaden, die bei ihrem Einsatz im Gefecht nicht explodiert waren. (dpa)

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