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Großbritannien

16.06.2016

10 Fakten zum drohenden Brexit

Nächste Woche stimmen die Briten ab, ob sie in der EU bleiben wollen.
Bild: Laurent Dubrule dpa

Europa hält den Atem an, wenn die Briten kommende Woche über den Verbleib in der EU abstimmen. Ein Brexit dürfte erhebliche Turbulenzen nach sich ziehen. Fragen und Antworten:

1. Wie läuft die Abstimmung zum Brexit ab?

Die Frage auf den Abstimmungszetteln lautet: "Sollte das Vereinigte Königreich ein Mitglied der Europäischen Union bleiben oder die Europäische Union verlassen?". Eine der beiden Optionen kann angekreuzt werden. Die Wahllokale sind am 23. Juni von 7.00 Uhr morgens bis 23.00 Uhr abends (Ortszeit) geöffnet. Ergebnisse werden erst am frühen Freitagmorgen erwartet.

2. Wie stehen die Umfragen?

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Der Ausgang gilt als offen. Im Schnitt der letzten sechs Umfragen, der von der Website WhatUKThinks ermittelt wird, lag das "Leave"-Lager mit 51 Prozent knapp vorne.

3. Was passiert, wenn die Briten in der EU bleiben?

Premier David Cameron hat von seinen EU-Kollegen eine Reihe von Zusagen erhalten, die in Kraft gesetzt werden, wenn Großbritannien Teil der Union bleibt. Dazu gehören die Möglichkeit zur Kürzung von Sozialleistungen für EU-Ausländer, Initiativen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit sowie ein stärkeres Einspruchsrecht nationaler Parlamente gegen EU-Vorhaben. Welche Folgen hätte der Brexit für die deutsche Wirtschaft?

4. Wären die Briten bei einem "Brexit" schon am 24. Juni nicht mehr EU-Mitglied?

Nein. Nach Artikel 50 des EU-Vertrages handeln beide Seiten zunächst die Einzelheiten des Austritts aus. Dafür ist eine Frist von zwei Jahren gesetzt, die aber verlängert werden kann. Am Ende müsste das Austrittsabkommen durch die verbliebenen Mitgliedstaaten und das Europaparlament gebilligt werden.

5. Hat die EU einen Plan B(rexit)?

Offiziell nicht: "Es gibt keinen Plan B", erklärt die EU-Kommission regelmäßig. Nach Angaben aus EU-Kreisen gab es aber schon vertrauliche Treffen mit den Mitgliedstaaten, um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. Für die Rechtsabteilung der EU-Kommission wurde für Juli eine Urlaubssperre verhängt.

6. Wie könnten die künftigen Beziehungen zur EU aussehen?

Großbritannien ist der Zugang zum EU-Binnenmarkt wichtig - die britische Regierung dürfte deshalb nach einem Austrittsvotum versuchen, diesen so weit wie möglich zu erhalten. Eine Möglichkeit wäre ein Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) nach dem Vorbild Norwegens. Alternativ könnte London wie die Schweiz einen Marktzugang über gesonderte Abkommen aushandeln.

7. Was wären mögliche innenpolitische Folgen eines Brexit?

Cameron hat sein Schicksal de facto mit dem Verbleib in der EU verknüpft. Entscheiden sich die Briten dagegen, dürfte der konservative Premier schwer zu halten sein. In britischen Wettbüros wird der "Brexit"-Befürworter und Londoner Ex-Bürgermeister Boris Johnson als Favorit für die Nachfolge gehandelt. Die Schotten könnten ihrerseits ein neues Referendum über die Abspaltung von Großbritannien ansetzen - denn sie wollen mehrheitlich in der EU bleiben. Pro und contra Brexit: Die Argumente beider Lager

8. Was würde der Brexit wirtschaftlich für Großbritannien bedeuten?

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor einer Rezession. Für die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) würde Großbritannien der EU-Austritt bis 2020 mehr als drei Prozent und bis 2030 rund fünf Prozent seiner Wirtschaftsleistung kosten.

9. Würde auch die EU-Wirtschaft leiden?

Ja. Großbritannien ist die zweitgrößte EU-Volkswirtschaft, die Handelsbeziehungen zu den anderen Mitgliedstaaten sind eng. Eine Studie des Kreditversicherers Euler Hermes sagt allein für die deutsche Exportwirtschaft bis 2019 Einbußen von 6,8 Milliarden Euro voraus. Die OECD warnt auch vor "Finanzmarktschocks".

10. Droht ein Dominoeffekt in der EU?

Viele befürchten, dass ein Erfolg der Brexit-Befürworter Nachahmer finden könnte. Euroskeptische Parteien sind in mehreren EU-Ländern im Aufwind. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte jüngst, er könne "nicht ausschließen, dass der britische Ausstieg Lust auf mehr machen würde in anderen Ländern". afp/AZ

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

17.06.2016


Zweites Moin zum ,Brexit! ...und damit Schluss für heute zum Thema.

Meine Frau hat mir vor ca.10 Tagen die Karten gelegt, ohne dass sie meine konkrete Frage kannte. Das Kartenbild fotografierte ich mit dem Handy.

An dieser Stelle werde ich es einmal testweise veröffentlichen, was wir eigentlich nicht wollten. Die Karten sagten: Austritt!

Lassen wir uns einmal überraschen. Ist mit dem Deuten ja nur ,ein Spiel...


Viele Grüße Gerd Taddicken - Nordenham

2016-06-17, Freitag, gg. 10.54 h - z000.076/Toshi (Uhrzeit korrigiert)

Eine Bearbeitung, ob es mit der durchgezogenen Linie klappt. ________________________________________________________________

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17.06.2016

__ Brexit __

Moin!

Fakt ist, die Welt wird sich nach einem Austritt Großbritanniens aus der EU weiter drehen! Die Globalisierung - zu dem der Zusammenschluss europäischer Staaten zu einem ,Staatsgebilde ebenfalls gehört - dient vorrangig nur den reichen Menschen, welche noch mehr Profit machen (können, wollen).

Der ,kleine Mann ist bei diesem System der Verlierer - immer mehr europaweite, weltweite Arbeitslosigkeit droht. Denn Globalisierung heißt mehr Technisierung und damit Wegfall von menschlicher Arbeit! Ich empfehle hierzu das Buch von Leopold Kohr ,,Die überentwickelten Nationen. Als gebrauchtes Taschenbuch für z. Z. 4,80 € zu erwerben.

Den Großanbieter mit A... nenne ich hier mal nicht, weil er auch gewaltig an der Europäisierung/Globalisierung verdient. Mein Konto habe ich dort 2014 gelöscht, weil sie so schlecht mit den Arbeitnehmern umgehen. . .

Viele Grüße und ein bisschen Zeit zum Nachdenken...
Gerd Taddicken - Nordenham


P.S.: Ich habe mir gerade das Buch aus dem Bücherschrank geholt. Meine Frau kaufte es im August 1991 in einem hiesigen ,amerikanischen Kaufhaus. Es trägt den interessanten Untertitel >>Rückbesinnung auf die Region<<. durchgelesen hatte ich es 1991-10Okt-15Di., ~ 08.25 h, P29/SZ

Ihre URL = http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/10-Fakten-zum-drohenden-Brexit-id38123397.html

2016-06-17, Freitag, gg. 10.42 h - ...der heutige Tag war einmal der ,Tag der Deutschen Einheit!

__ Ende der Bearbeitung __

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16.06.2016

Nun die erste Tote in England. Dahin führt der Weg der Nationalisten und Fanatiker. Dieses Opfer geht auf das Konto der Hetzer um Johnson und der rechten Boulevardpresse.

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16.06.2016

Fakt ist, dass die Briten durch einen Brexit wenig zu gewinnen, aber sehr viel zu verlieren haben. Die Pflege diffuser Befindlichkeiten wird einen hohen ökonomischen Preis kosten. Ich bin deswegen sicher, dass mancher in der Wahlkabine vor den ungewissen Konsequenzen zurückschrecken wird und die Briten mit deutlicher Mehrheit in der EU bleiben werden.

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16.06.2016

Alleine schon die Überschrift ist definitiv FALSCH. Fakten bei einem möglichen Brexit kennt niemand. Der Begriff "Vemutungen" oder "Wahrscheinlichkeiten" wäre in diesem Zusammenhang vielö angebrachter.

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16.06.2016

Sie haben nur teilweise recht. Fakt ist, dass bei einem Brexit GB die selben Rechte hat wie jedes afrikanische Land. Fakt ist, dass für GB alle Einfuhrbeschränkungen der EU gelten. Fakt ist, dass auch der deutschen Wirtschaft ein großer Absatzmarkt entschwindet.

Vermutung ist, dass Schottland sich von England trennen könnte. Vermutung ist, dass GB dem EWR betreten könnte. Vermutung ist, wie die Wahl ausgehen könnte.

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