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Abkommen mit dem Iran
09.06.2019

Rettungsversuch für Atom-Abkommen: Außenminister Maas reist in den Iran

Heiko Maas (SPD), Außenminister, sitzt im Cockpit einer Transall der Bundeswehr.
Foto: Michael Fischer, dpa (Symbol)

Um sich für den Fortbestand des umstrittenen Atom-Abkommens mit dem Iran einzusetzen, ist Heiko Maas nach Teheran gereist. Dort trifft er am Montag Präsident Ruhani.

Bundesaußenminister Heiko Maas ist am späten Sonntagabend in Teheran gelandet, wo er sich für den Fortbestand des umstrittenen Atom-Abkommens mit dem Iran einsetzen will. Am Montag will er neben seinem Kollegen Mohammed Dschawad Sarif auch Präsident Hassan Ruhani treffen.

Spannungen zwischen USA und Iran haben massiv zugenommen

Die USA sind vor einem Jahr aus dem mühsam ausgehandelten Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe ausgestiegen und setzen Teheran nun wieder mit massiven Wirtschaftssanktionen unter Druck. Vor einem Monat stellte auch der Iran das Abkommen in Frage, und hat den anderen Vertragspartnern eine Frist bis zum 7. Juli gesetzt. Bis dann sollen China, Russland, Deutschland, Frankreich und Großbritannien die im Abkommen versprochenen wirtschaftlichen Vorteile für den Iran gewährleisten und die US-Sanktionen neutralisieren. Das ist bisher aber nicht einmal annäherend gelungen. Im Gegenteil: Der deutsche Handel mit dem Iran ist beispielsweise stark rückläufig.

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben in den vergangenen Wochen massiv zugenommen. Es gibt Befürchtungen, dass es zum Krieg kommt. Maas hat vor einem Flächenbrand im Nahen Osten bei einem Scheitern aller Rettungsversuche für das Atomabkommen gewarnt. Das würde seiner Meinung nach auch ernste Folgen für die Sicherheit in Europa mit sich bringen. (dpa)

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