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Bundestagswahl 2021
14.09.2021

Scan-App: Wer grinst da eigentlich auf dem Wahlplakat?

Die App "Face the Facts" scannt Wahlplakate.
Foto: Face the Facts

Für was stehen die Menschen auf den Plakaten? Studierende haben die Scan-App "Face the Facts" programmiert, mit der Informationen über die Kandidaten abgerufen werden können.

Seit einigen Wochen säumen wieder viele Wahlplakate die Straßen. Oft sind darauf prominente Politiker zu sehen, die täglich in den Medien auftauchen. Daneben tummeln sich aber viele Gesichter, die die meisten Wähler nicht zuordnen können, meistens die Direktkandidaten der Parteien im Wahlkreis. Aber für was stehen die eigentlich?

Face the Facts: App scannt Wahlplakate von Politikern

Um diese Frage zu beantworten, hat eine Gruppe Studierender aus Berlin die App "Face the Facts" entwickelt. Und so geht's: Wenn man vor einem Wahlplakat steht, öffnet man die App und richtet die Kamera auf das Wahlplakat vor sich. Die App erkennt den Kandidaten und zeigt Informationen dazu an. Auch in anderen Zusammenhängen könne die App Politiker an Gesicht oder Namen erkennen, so die Entwickler gegenüber dem Portal t-online.de – etwa in Talkshows oder bei Podiumsdiskussionen. 3000 Politiker seien aktuell in der Datenbank gespeichert. Bei allein über 6000 Direktkandidaten bei der Bundestagswahl dürften viele dann aber noch fehlen.

Die Daten, die man angezeigt bekommt, stammen von öffentlich zugänglichen Seiten wie Wikidata, Abgeordnetenwatch oder der Homepage des Bundestags. Redaktionell bearbeitet werden die Informationen nicht.

Face the Facts: Scan-App soll später Open Source werden

Angespornt zur Entwicklung der App wurden die Studierenden durch die Debatte um Upload-Filter für das Internet zum Schutz des Urheberrechts. Besonders entlud sich die Kritik damals an CDU-Europapolitiker Axel Voss. Den Entwicklern fiel auf, wie wenig sie über Politiker und deren Wirken wussten – und kamen so auf die Idee mit der App.

Der Programmcode ist öffentlich zugänglich, zudem arbeitet das Entwicklerteam nach eigenen Angaben unabhängig und nicht profitorientiert. Langfristig ist geplant, dass nach dem Vorbild von Wikipedia eine Community die Daten bearbeitet.

Zum Download steht "Face the Facts" sowohl in Apples App Store sowie in Googles Play Store bereit. (AZ)

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