Newsticker

Bayerns Ministerpräsident Söder sieht Kampf gegen Corona in entscheidender Woche
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Ex-Rapper Deso Dogg droht mit Anschlägen in Deutschland

IS-Terrorist

15.04.2015

Ex-Rapper Deso Dogg droht mit Anschlägen in Deutschland

Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) hat ein neues Video des deutschen Dschihadisten Denis Cuspert veröffentlicht. Er droht mit Anschlägen in Deutschland.
Bild: dpa

Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) hat ein neues Video des deutschen Dschihadisten Denis Cuspert veröffentlicht. Er droht mit Anschlägen in Deutschland.

Es handle sich um ein sogenanntes Kampf-Naschid, ein Lied, in dem die Taten der Dschihadisten verherrlicht werden, berichtete das Portal "Spiegel Online" am Mittwoch. In der dreiminütigen Aufnahme droht Cuspert, der einst als sogenannter Gangsta-Rapper mit dem Künstlernamen Deso Dogg bekannt wurde, demnach mit Anschlägen in Deutschland. Wörtlich singe er: "In Frankreich folgten Taten, die deutschen Schläfer warten."

In dem Video seien Aufnahmen der Attentäter von Paris zu sehen, die Anfang Januar in der französischen Hauptstadt Anschläge auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" und einen jüdischen Supermarkt verübt und 17 Menschen getötet hatten. IS-Anhänger in Deutschland sollten es ihnen nachtun, forderte Cuspert laut "Spiegel Online". "Auch wenn Du in Europa bist, mache deinen Dschihad", singt der 39-Jährige demnach.

IS-Terrorist wendet sich an deutsche Konvertiten

In dem Bericht heißt es weiter, Cuspert richte sich in dem Video offenbar gezielt an deutsche Konvertiten. So sei in dem Clip ein Koran in deutscher Übersetzung zu sehen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Cuspert, der sich mittlerweile Abu Talha al-Almani nennt, gilt als einer der bekanntesten aus Deutschland stammenden Islamisten. Nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes schloss er sich spätestens im April 2014 dem IS in Syrien an.

Bereits Jahre zuvor soll er sich religiös radikalisiert, Deutschland zunächst im Jahr 2012 in Richtung Ägypten verlassen haben und dann Anfang 2013 weiter nach Syrien gereist sein. Der gebürtige Berliner trat bereits in mehreren IS-Propagandavideos auf. Die Generalbundesanwaltschaft ermittelt wegen Kriegsverbrechen gegen ihn. afp

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren