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Coronavirus

15.05.2020

Faktencheck: Ist eine schnelle Durchseuchung besser als ein Shutdown?

Große Leere: So sah es auf dem Augsburger Rathausplatz während des Shutdowns aus.
Bild: Annette Zoepf

Immer wieder hört man die Aussage, eine Durchseuchung der Bevölkerung wäre in der Corona-Krise sinnvoller als ein Shutdown. Stimmt das?

Wäre ein Shutdown vermeidbar gewesen? Bei einer raschen Durchseuchung, so die These, hätte sich ein großer Teil der Bevölkerung schnell mit dem Virus angesteckt. Experten sprechen dann von Herdenimmunität. Gegner dieses Ansatzes führen an, dass ein exponentieller Anstieg der Erkrankungen das Gesundheitssystem in Deutschland überlastet hätte. Der Shutdown habe den Krankenhäusern und Gesundheitsämtern einen Zeitpuffer beschert.

Abschließend lässt sich diese Frage womöglich erst im Rückblick klären. Denn die bisherigen Entscheidungen wurden immer unter dem Eindruck des aktuellen Wissensstands getroffen. Und der verändert sich aktuell von Tag zu Tag. Fest steht aber, dass etwa Großbritannien, das zunächst mit der Herdenimmunität geliebäugelt hat, schnell zurückgerudert ist und im Anschluss einen Shutdown mit teils deutlich strengeren Maßnahmen als Deutschland verhängt hat.

 

Faktencheck: Ist eine schnelle Durchseuchung besser als ein Shutdown?

In Großbritannien hat das Konzept der Herdenimmunität nicht funktioniert

Grundsätzlich gehört das strikte Herunterfahren des öffentlichen Lebens, gefolgt von schrittweisen Lockerungen, zu den gängigen Konzepten in der Pandemieforschung. Experten sprechen seit einiger Zeit immer wieder von „Hammer und Tanz“, angelehnt an einen Aufsatz des Autors Tomas Pueyo, der darin skizziert, wie ein verträglicher Mittelweg zwischen Gesundheit und Gesellschaft aussehen kann. (schsa)

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