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Europas grüner Aufbruch wird ein Kraftakt

Kommentar Von Detlef Drewes
14.07.2021

Es reicht nicht, wenn die EU nur die ökologischen Fragen in den Blick nimmt. Sonst verliert sie den Rückhalt in der Gesellschaft.

Dieser Fahrplan in Europas grüne Zukunft ist ehrgeizig, keine Frage. Die Europäische Kommission hat ein umfassendes Zahlenwerk vorgelegt. Doch in weiten Teilen beschränkt sich die Behörde wieder einmal auf straffe Vorgaben, was sich damit erklärt, dass sie lange genug auf die Eigeninitiative der Wirtschaft gehofft hat. Aber die Kommission bleibt zu kleinteilig, um dem Einfallsreichtum der Unternehmen Spielraum zu lassen. Die Kritiker haben zudem recht, wenn sie sagen, dass die Kommission wenig über die Auswirkungen der Beschlüsse auf den Arbeitsmarkt sagt.

Jobs in der Automobilindustrie fallen weg

Schon jetzt müssen Arbeitnehmer erleben, dass ihre Jobs wegfallen, weil etwa für die Herstellung von Elektroantrieben weniger Leute gebraucht werden. Deshalb lautet die wichtigste Frage: Schafft es dieses Programm, Verbrauchern klarzumachen, dass es zu einem klimaneutralen Europa keine Alternative gibt? Zu groß ist die Gefahr, dass die Bürger vor allem steigende Preise sehen. Was Brüssel vorgelegt hat, geht weit über einen Umbau der Wirtschaft hinaus. Es kommt einer Neuorientierung unseres Lebens gleich, weil alles der Frage nach dem ökologischen Fußabdruck unterworfen wird.

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