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Friedensnobelpreis: Weil es ohne Wahrheit keine Freiheit gibt

Kommentar Von Margit Hufnagel
08.10.2021

Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an zwei echte Kämpfer. Ressa und Muratow zeigen, dass Journalismus mehr sein kann als das Rennen um schnelle Nachrichten.

In Zeiten, in denen Nachrichten wie eine ewige Flut über die Gesellschaft schwappen, Informationen immer und überall verfügbar sind, ist Journalismus für viele zu etwas Selbstverständlichem geworden. Doch der Eindruck täuscht: Weltweit ist die Pressefreiheit massiv in Gefahr.

Echte Informationen vermischen sich mit halb garen Vermutungen oder gezielten Desinformationen. Die Autokraten – auch jene, die sich das Gewand eines Demokraten übergeworfen haben – dulden es nur ungern, wenn ihnen jemand in die Karten blicken will. Deshalb ist der Einsatz von Frauen und Männern wie Maria Ressa von den Philippinen und Dmitri Muratow aus Russland kaum hoch genug zu schätzen.

Es geht um mehr als um schnelle Nachrichten

Sie geben all jenen ein Gesicht, die sich in vielen Teilen der Welt dafür einsetzen, dass Menschen von Missständen erfahren, dass sie sich ein Bild machen können jenseits der Propaganda. Auf den Philippinen bastelt Präsident Rodrigo Duterte schon seit Jahren an seiner Gewaltherrschaft.

Die philippinische Journalistin Maria Ressa hat für ihre Arbeit den Friedensnobelpreis erhalten.
Foto: DLD, Hubert Burda Media/dpa
Die Journalistin Maria Ressa ist Chefredakteurin des Online-Nachrichtenportals Rappler.
Foto: Bullit Marquez, dpa

In Russland beweist die Regierung unablässig, dass sie im Umgang mit Journalisten alles andere als zimperlich ist. Ressa und Muratow zeigen, dass Journalismus mehr sein kann als das Rennen um schnelle Nachrichten. Er ist Voraussetzung und Bestandteil von Freiheit und Frieden.

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