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Mehr Ärzte bedeuten nicht automatisch weniger Probleme

Kommentar Von Joachim Bomhard
26.01.2019

Nie gab es so viele Ärzte in Bayern. Warum die Versorgungsengpässe damit trotzdem nicht gelöst sind und was nun zu tun ist.

Es gibt positive Rekorde, die sich bei näherer Betrachtung auch als Alarmmeldungen deuten lassen. „Bayern hat so viele Ärzte wie noch nie“ ist so eine. Denn auf der anderen Seite klaffen bekanntlich immer mehr Versorgungslücken, beispielsweise bei den Hausärzten.

Das heißt, die Zahl der Ärzte reicht trotz aller Rekorde noch lange nicht. Es wurden in den vergangenen Jahren zu wenige ausgebildet. Man war auf die Veränderungen der Arbeitszeiten in den Kliniken, auf die Alterung der Ärzteschaft und die Neuerungen in der Patientenversorgung in einer alternden Gesellschaft nicht gut genug vorbereitet.

Für Ärzte hat sich einiges verbessert

Nach wie vor gilt: Es gibt zu wenig Studienplätze – auch mit der neuen medizinischen Fakultät in Augsburg. Es werden bedingt durch den Numerus clausus nicht immer die Richtigen zu Ärzten ausgebildet und die Anreize, sich mit einer eigenen Praxis selbstständig zu machen, sind zu gering.

Einiges hat sich zum Glück geändert: Unmenschliche 30-Stunden-Schichten für junge Ärzte an Kliniken gehören der Vergangenheit an. Das war Ausbeutung pur. Auch ist der Beruf sehr viel weiblicher geworden. Immer mehr Ärzte und Ärztinnen arbeiten zugunsten ihrer Familie in Teilzeit. Auch deshalb brauchen wir mehr Ärzte. Es gibt noch viel zu tun.

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