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Steffen Königer

29.11.2018

Vorstandsmitglied verlässt AfD: "Mit Gewissen nicht mehr vereinbar"

Steffen Königer tritt aus der AfD aus.
Bild: Sina Schuldt, dpa (Archiv)

Vorstandsmitglied Steffen Königer tritt aus der AfD aus. Die Bürgerlichen in der Partei hätten den Kampf gegen die Destruktiven endgültig verloren.

Das AfD-Vorstandsmitglied Steffen Königer tritt wegen ideologischer Differenzen mit dem rechten Flügel aus der Partei aus. Der Brandenburger Landtagsabgeordnete erklärte am Donnerstag in Potsdam: "Die Bürgerlichen in der AfD haben den Kampf gegen die Destruktiven in der Partei in vielen Landesverbänden endgültig verloren." Ziel für viele in der Partei sei "der Aufbau von sektenartig organisierten Gefolgschaften", in denen Treue höher stehe als Sacharbeit.

Königer war vor knapp einem Jahr als Beisitzer in den Bundesvorstand gewählt worden. Er gehörte der "Alternativen Mitte" in der AfD an, die einen Gegenpol zum rechtsnationalen Flügel bildet. Prominente Mitglieder des Flügels sind der Thüringer Landeschef Björn Höcke und der Brandenburger Landes- und Fraktionschef Andreas Kalbitz. Königer bezeichnete sich in seiner Austrittserklärung selbst als Gegenspieler von Kalbitz.

Eine Mitgliedschaft in der Partei "kann ich unter diesen Umständen mit meinem Gewissen nicht mehr vereinbaren", führte Königer weiter aus. Er hatte sich Mitte November erfolglos für einen der vorderen Plätze auf der Kandidatenliste der AfD für die Europawahl beworben. Zuvor hatte er sich bereits bei einer Delegiertenwahl in Brandenburg nicht durchsetzen können.

Wirbel um Rechtsextreme in der Jungen Alternative

Königer betonte, er habe sich im AfD-Bundesvorstand kürzlich dafür ausgesprochen, der Jungen Alternative (JA) ihren Status als offizielle Jugendorganisation der Partei abzuerkennen und diese neu zu gründen. Der Vorstand hatte am vergangenen Montag beschlossen, erst den Parteikonvent damit zu befassen. Der Konvent kommt nach Angaben eines Mitglieds am 7. und 8. Dezember zusammen.

Das 55 Mitglieder starke Gremium soll eine Empfehlung zur JA aussprechen, über die dann ein Bundesparteitag im kommenden September abstimmen könnte. In einer Mitteilung des AfD-Vorstands vom Montag hieß es: "Mit Abscheu nimmt der Bundesvorstand der Alternative für Deutschland menschenverachtende Einzeläußerungen von Mitgliedern der Jungen Alternative zur Kenntnis. Er erwartet von der JA, dass sie sich unverzüglich von diesen Mitgliedern trennt."

Dem Landtag will Königer künftig als fraktionsloser Abgeordneter angehören. Ob er sich einer anderen Partei anschließt, ließ er auf Nachfrage offen. Er habe dazu kein Angebot und könne sich auch eine Rückkehr in den Journalismus vorstellen.  

Der stellvertretende AfD-Vorsitzende Kay Gottschalk sagte, Königers Austritt sei "bedauerlich". Die von Königer gelieferte Begründung ließ er nicht gelten. Kalbitz erklärte: "Es geht hier nicht um Inhalte, sondern die Angst vor dem Mandatsverlust." (dpa)

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29.11.2018

Wen wundert‘s?
Nachdem viele AfD-Protagonisten - also die Elite unter den AfD-Mitgliedern (ja, auch die AfD-Führer gehören der viel gescholtenen Elite an!) - regelrecht danach gieren, als rassistisch, fremdenfeindlich, rechtspopulistisch und als Nachahmer von Hitlers Schergen - typisch hierfür sind ihre in ihren Hass-Parolen gewählte Sprache und Ihre in der öffentlichen Diskussion gewählten Methoden - wahrgenommen zu werden, wäre es für alle ehrlicher, die AfD als Nazi-Partei zu bezeichnen! Insbesondere, nachdem im Zusammenhang mit den rechten Aufmärschen und Kundgebungen in Dresden und Chemnitz im August 2018, die AfD mit rechtsextremen, rassistischen, fremden- und demokratiefeindlichen Gruppierungen wie PEGIDA und anderen den Schulterschluß öffentlich vollzogen hat, auch wenn jetzt deren Funktionäre im üblichen AfD-Stil händeringend versuchen, dieses berechtigte Image wieder loszuwerden! Ein Mittel ist dabei u.a. die dummdreiste und falsche Behauptung, Hitlergruß und ähnliche Nazi-Symbole wären gar nicht von Rechten, sondern von eingeschleusten linken Provokateuren gezeigt worden. Ähnlich hatte ja auch der unselige Maaßen argumentiert.
In diesem Sinn ist also die AfD auch eine der Alt-Parteien - bezeichnet sie doch sogar ihre alten Nazi-Positionen als abweichend vom - heutigen - Mainstream!
Wer die AfD, die übrigens auch lauthals und antidemokratisch die „Abschaffung des Systems“ fordert, unterstützt und sich u.a. auf deren Aufmärschen tummelt, muss also wissen, dass er einer Nazi-Partei anhängt! Und wer rechte Aufmärsche und Hass-Prediger wie in Dresden und Chemnitz verharmlost, muss auch wissen, dass er Nazis verharmlost! Da gibt es keine Ausreden mehr! Letzteres gilt auch für Leute wie Kretschmer, Seehofer und Maaßen!
Keine christliche Nächstenliebe für Gegner der christlichen Nächstenliebe - auch nicht, wenn diese ein Kreuz hochhalten! Keine Menschlichkeit für die Unmenschlichkeit! Die Unmenschlichkeit gehört nicht (mehr) zu Deutschland!
Kein Gehör den Propagandisten einfacher Lösungen für schwierige Sachverhalte! Stop den selbsternannten Richtern über Alles und Jedes, die für alle Probleme nur eine Ursache und einen Schuldigen sehen: den Flüchtling!
Null-Toleranz für Fremden-Feinde, Hass-Prediger und Nachahmer von Hitlers Schergen! Diese grenzen sich selbst aus! Dies gilt für die rassistischen Oral-Nutten und -Stricher von der AfD ebenso wie für die Unterstützer der Erklärung 2018!
Kann man die fahrlässigen Scheinheiligen der Union, die sich mit der AfD gemein machen oder diese gar zu kopieren versuchen, davon ausschließen?
Besser Tastatur-Revoluzzer als Nazi:
https://youtu.be/sBom50KrkBk
‪Wider den aktuellen Zeitgeist!
https://youtu.be/JNjh46zpQFA

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