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Zustimmung für Beschränkungen sinkt: Man kann nicht genug kommunizieren

Zustimmung für Beschränkungen sinkt: Man kann nicht genug kommunizieren
Kommentar Von Gregor Peter Schmitz
25.04.2020

Die Zustimmungswerte für die Ausgangsbeschränkungen sinken. Das sollte ein Grund zum Nachdenken sein, meint unser Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Ist es Grund zum Alarm für die Politik, wenn nur noch etwas über 60 Prozent der Bayern die aktuellen Corona-Ausgangsbeschränkungen für angemessen halten? Eine satte absolute Mehrheit – sonst selbst in der bayerischen Politik nur noch im Traum vorstellbar – ist das ja. Die nordkoreanisch anmutenden Zustimmungswerte der ersten Wochen waren ohnehin nicht dauerhaft realistisch.

Grund zum Nachdenken sollten die sinkenden Werte aber durchaus sein. Natürlich sind diese teils aus Frust geboren, sehr viele Menschen vermissen ihr normales Leben sehr. Auch wächst bei vielen die Angst, wie es wirtschaftlich weitergehen soll – der mögliche Reiz des (nahen) Heimbüros schwindet rasch, wenn sich dort die Angst einschleicht, ob bald überhaupt noch ein Büro erforderlich ist.

Wenn nichts klar ist, muss wieder und wieder erklärt werden

Doch müssen die Politiker, so schwer ihr Job derzeit ist, auch eigene Fehler eingestehen. Teils sind diese unvermeidlich, weil die Lage für alle neu ist, volatil ist sie noch dazu. Aber das ändert nichts an der Grundherausforderung jeder Corona-Krisenkommunikation: nach welchen Kriterien soll wann welches Ziel erreicht werden? Dazu kann man gar nicht genug kommunizieren. Wenn noch nichts klar ist, muss auch das erklärt werden. Immer und immer wieder.

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Die Diskussion ist geschlossen.

26.04.2020

Das ist wie immer.
Gibt man jemandem den kleinen Finger, also leichte Lockerungen, wollen viele zwei ganze Hände.

Geld steht halt immer noch ganz oben in der Prioritätenliste.

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26.04.2020

Wenn man ein gesichertes Auskommen hat läßt sich leicht davon reden, daß Geld nebensächlich sei. Man hat den Leuten auch nicht den kleinen Finger gegeben sondern ihre Freiheit eingeschränkt. Diese wollen die Menschen halt irgendwie wieder zurück. Sie dürfen aber ihre Freiheit freiwillig weiterhin abgeben.

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26.04.2020

in spätestens vier Wochen sind wir bei 40/60 Befürworter/Gegner. Zu Schäuble: Hätte solche Worte von Schäuble nicht erwartet. Die Corona-Allianz bricht allmählich auseinander.
Im übrigen bin ich der Meinung Jens Span muss zurücktreten!

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26.04.2020

Es wird niemand gezwungen bei Lockerungen auch mitzumachen. Jeder hat das Recht sich in seine Wohnung einzuschliessen - dann braucht er keine Schiß zu haben.

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26.04.2020

"Jeder hat das Recht sich in seine Wohnung einzuschliessen"

Das Recht hat eben nicht jeder. Die Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die im Handel, die im ÖPNV oder die in der Gastronomie demnächst wohl auch nicht.
Da liegt doch das Problem.

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27.04.2020

Im Extremfall bleibt noch die Kündigung.

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26.04.2020

Und wieder sind wir einen Schritt weiter (zurück):

Schäuble: „In Coronavirus-Krise nicht alles dem Schutz von Leben unterordnen“

https://www.deutschlandfunk.de/covid-19-schaeuble-in-coronavirus-krise-nicht-alles-dem.1939.de.html?drn:news_id=1124554

Man stelle sich die Reaktionen vor, wäre diese Äußerung von der AfD und nicht von diesem Herrn an der Bundestagsspitze gekommen.

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25.04.2020

Das wäre viel einfacher und erfolgreicher, würden nicht selbstgefühlte "Deutschland-Trumps" wie Armin Laschet durch ihre sinnfreien Äußerungen und Forderungen viel zu viel mediale Präsenz bekommen. Hoffentlich macht Bayern bei dem Unsinn aus NRW nicht mit.

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