Jubiläum

12.10.2016

Bücher aus der Wohnstube

Blumen und ein dickes Dankeschön erhielten die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Bücherei für ihren Einsatz.
Bild: Karin Marz

Dass Langenneufnach eine eigene Gemeindebücherei hat, ist nicht selbstverständlich. Eine private Sammlung macht es vor

Mit einem Wein-Lese-Abend hat die Bücherei Langenneufnach im kleinen Rahmen ihr 20. Jubiläum gefeiert. Auch ein Geschenk gab es von der Gemeinde zum Fest. Und zwar einen neuen Drucker, der die Arbeit rund ums Ausleihen erleichtern soll.

Dass die Bücherei eine wichtige kulturelle Einrichtung in der Gemeinde ist, da Bildung für Kinder genauso wie auch für Erwachsene wichtig ist, betonte Bürgermeister Josef Böck in einer Ansprache. Einfach seien allerdings damals die Anfänge der Bücherei nicht gewesen, erinnerte er. „Da die Errichtung zuerst der Gemeinderat ablehnte, wurde anfangs in Privaträumen eine kleine Auswahl an Büchern angeboten.“ Viel Herzblut habe damals wie auch heute das Ehepaar Ida und Horst Steckeler in den Betrieb einer Bücherei gesteckt. Erst zwei Jahre später, im August 1996, beschlossen dann die Räte die Errichtung einer Gemeindebücherei, da das Interesse aus der Bevölkerung immer größer wurde. Dass rückblickend nicht immer alles glatt lief, vor allem was die Einführung eines EDV-Programms betraf, ließ vor allem einige der Bücherei-Mitarbeiterinnen rückblickend schmunzeln.

Ida Steckeler, die die Bücherei leitet, dankte mit Präsenten und Rosen dem Team, bestehend aus 16 ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer, ohne denen der Ablauf der Bücherei nicht funktionieren würde. Interessante Fakten und Zahlen hatte Steckeler ebenso vorbereitet: So haben sich 1078 Leser in den letzten 20 Jahren in der Datenbank der Bücherei registrieren lassen. Und zwischen 250 und 300 Personen nutzen regelmäßig die Angebote der Bücherei, die über 6400 Medien verfügt.

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Verschiedene Kurzgeschichten zusammengefasst

Für beste Unterhaltung sorgte an diesem Abend aber vor allem Albert Schmid, ehemaliger Buchhändler aus Schwabmünchen, der verschiedene humorvolle Geschichten vorlas und die Gäste damit immer wieder zum Lachen brachte. In sein Programm „Essen-Trinken-Zähneputzen“, wie er es selbst betitelte, hatte er mehrere verschiedene Kurzgeschichten gepackt. Dass Schmid auch sehr gut in bayerischem Dialekt sprechen kann, bewies er mit einem Gedicht von Felix Hörburger, bei dem die Gäste immer wieder herzhaft lachen mussten. Zwischendurch unterhielt Theresa Eichinger mit stimmungsvollen Pianoklängen, passend zur gemütlichen Atmosphäre bei Kerzenschein.

Nach dem kulturellen Teil ist auch der gesellige Teil nicht zu kurz gekommen. Bei Wein und Häppchen tauschten sich die Gäste aus und ließen die letzten 20 Jahre der Bücherei Revue passieren.

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