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Langerringen

04.12.2019

Das Ortsbild verändert sich

Für das Ärzte- und Pflegezentrum Schorerhof wird der Hang an der Hauptstraße vollständig abgetragen.
Bild: Hieronymus Schneider

An der Langerringer Hauptstraße entsteht das Ärzte- und Pflegezentrum Schorerhof und ein Wohnungsbau bei der Raiffeisenbank.

Bei der Bürgerversammlung im Gasthaus Deutsches Haus legte Bürgermeister Konrad Dobler nach den Ortsteilversammlungen in Schwabmühlhausen und Gennach den letzten Jahresbericht als Bürgermeister vor. Bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 tritt er nicht mehr an und somit wird seine 18-jährige Amtszeit mit der Konstituierung des neuen Bürgermeisters und Gemeinderates im Mai enden. Im abgelaufenen Jahr wurde zwar kein neues Projekt fertiggestellt, so wie es im Vorjahr mit dem neuen Feuerwehrhaus der Fall war. Entscheidende Weichen für die zukünftige Entwicklung wurden jedoch vor allem mit der Planung eines Ärzte- und Pflegezentrums und einer Kinderkrippe gestellt. Beim Ärztezentrum Schorerhof haben die Tiefbauarbeiten schon begonnen.

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Bis 2021 sollen dort eine Arztpraxis, eine Apotheke, eine Tagesbetreuung für Senioren sowie Wohnungen und Büros entstehen. Etwas weiter nördlich entsteht neben der Raiffeisenbank eine weitere Wohnanlage. „In den vergangenen drei Jahren wurden auch von privater Hand rund 40 neue Wohnungen in Langerringen geschaffen“, stellte Dobler fest und ergänzte: „Diese beiden Gebäude werden als Fortsetzung zum Gemeindezentrum und dem Feuerwehrhaus das Ortsbild verändern. Es war eine mutige, aber richtige Entscheidung.“

Kindergärten und Kinderkrippe Im Langerringer Kindergarten St. Gallus werden 98 Kinder in vier Gruppen betreut. Ab Januar 2020 wird die volle Belegungszahl erreicht. Die Krippenkinder aus allen Ortsteilen sind derzeit im Gennacher Kindergarten in zwei Krippen mit 22 Kindern untergebracht. Dort befinden sich auch eine Regelgruppe und eine altersübergreifende Gruppe mit zusammen 32 Kindern. Ein Anbau am Gennacher Kindergarten St. Johannes und ein Neubau einer Kinderkrippe in Langerringen neben dem bestehenden Kindergarten werden zusätzliche Betreuungsplätze schaffen. Die Kostenschätzung für den Neubau für drei Gruppen einschließlich Keller für Heizung und Pelletslager sowie dem Einbau einer Kochküche, die auch die beiden Kindergärten versorgt, beläuft sich auf rund 3,3 Millionen Euro. Mit einer hohen Förderung von etwa 80 Prozent der Baukosten ist zu rechnen. Das Gebäude wird mit einer Stahlbetondecke und einem flachgeneigten Dach versehen, sodass eine spätere Aufstockung möglich ist. Der Langerringer Kindergarten St. Gallus feierte heuer sein 25-jähriges Jubiläum.

Das Ortsbild verändert sich

Sanierung der Schule dauert noch an

Sanierung der Schule Der Umbau des Schulgebäudes mit Herstellung der Barrierefreiheit, Erneuerung der Sanitäranlagen und Erfüllung des Brandschutzkonzeptes hat schon in den Sommerferien begonnen und dauert immer noch an. Am früheren Kellereingang an der Nordseite wurde das Vordach entfernt und der Aufzugsschacht betoniert. Der Eingang wurde mit neuen Türen und einer Rampe versehen. Das Dach über dem Eingangsbereich bleibt bestehen. Mit dem Einbau von Brandschutztüren, einer Fluchttreppe an der Außenseite, der Abschottung des Heizraums und der Installation für die Digitalisierung der Klassen- und Arbeitsräume wird die Sanierung etwa 397000 Euro kosten.

Aus dem Kommunal-Investitionsprogramm-Schule (KIPS) ist eine hohe Fördersumme von etwa 354500 Euro zu erwarten. Die nächsten Bauabschnitte im neuen Jahr sind die Erneuerung der Fenster und die Neugestaltung des Pausenhofes. Der jährliche Sachaufwand für die Schule beträgt 182970 Euro, für die Schülerbeförderung 44000 Euro.

Für die Musikschule wurden 185800 Euro für Personalkosten und 5700 Euro für den Sachaufwand ausgegeben. Dem stehen Einnahmen von 113950 Euro aus Elternbeiträgen und 27960 Euro an Zuschüssen für die Lehrpersonalausgaben gegenüber.

Bauhof  Beim gemeindlichen Bauhof sind der Leiter und sieben Mitarbeiter beschäftigt. Für die Wertstoffannahme stehen zwei und für die Grüngutsammelstelle ein Betreuer jeweils am Samstagvormittag zur Verfügung. Die Personalkosten belaufen sich auf 307000 Euro und die allgemeinen Investitionen auf 16650 Euro. Vom Landkreis wurden 14870 Euro für gesammelte Wertstoffe erstattet. Für den Bau eines neuen Salzsilos werden 45000 Euro investiert.

DSL-Ausbau Für die vorgesehene Breitbanderschließung einiger unterversorgter Randgebiete und Hofstellen besteht eine Wirtschaftlichkeitslücke von mehr als einer Million Euro. Bei einem Förderbetrag von 870600 Euro verbleibt für die Gemeinde ein Eigenanteil von rund 311400 Euro.

Fragen der Bürger  Von den etwa 50 anwesenden Bürgern gab es nur zwei Fragen. Auf die Frage nach dem Fortgang des Ausbaus der Staatsstraße 2035 ab der Singoldbrücke nach Westerringen konnte Dobler nur auf das langwierige Planfeststellungsverfahren verweisen. Dieses wurde wegen fehlender Grundstücksabtretung im Bereich der Singoldbrücke notwendig.

Mittagsbetreuung weiterhin nur bis 14 Uhr

Eine berufstätige Mutter fragte, ob die Mittagsbetreuung an der Schule auch über 14 Uhr hinaus angeboten werden könne. Dobler erklärte, dass dafür bisher kein Bedarf angemeldet wurde. Derzeit werden 35 Kinder bis 14 Uhr betreut.

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