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Schwabmünchen

07.06.2020

Das Schwabmünchner Museum hat wieder geöffnet: Das gibt es zu sehen

Die neue Ausstellung im Museum Schwabmünchen.
Bild: Christian Kruppe

Plus Das Schwabmünchner Museum öffnete am Sonntag wieder seine Türen. Dabei gab es nicht nur Einschränkungen, sondern auch Neues.

Die Wochen des Wartens sind vorbei. Das Schwabmünchner Museum öffnete am Sonntag wieder für Besucher – wenn auch gepaart mit der einen oder anderen Einschränkung. Trotzdem ist Museumsleiterin Sabine Sünwoldt guten Mutes. Vorbei sind die Zeiten, in denen sie „ihr“ Museum nur online präsentieren konnte.

„Natürlich haben wir gewisse Regeln zu beachten“, so Sünwoldt. Neben der Maskenpflicht – die Gäste können sogar Masken mit Museumslogo erwerben – ist auch die Zahl der gleichzeitigen Besucher begrenzt. „20 Quadratmeter Freiraum bekommt bei uns jeder Besucher“, erklärt die Museumsleiterin. „Aber wir bekommen schon alle unter“, zeigt sie sich hoffnungsvoll.

Neue Ausstellung im Schwabmünchner Museum

Die lange besucherlose Zeit hat das Museumsteam vielfältig genutzt. Unter anderem ist eine neue Ausstellung geschaffen worden. Da sie keine Künstler ausstellen lassen kann, weil noch keine Vernissagen veranstaltet werden dürfen, gibt es Schätze aus dem Fundus zu sehen. Kunstwerke, die in den vergangenen Jahren für die Schwabmünchner Kunstsammlung erworben wurden, bekommen nun ihr Podium. „Das Motto ist schon pandemisch angehaucht“, so Sünwoldt.

Das Schwabmünchner Museum öffnete am Sonntag wieder seine Türen. Dabei war Mundschutztragen Pflicht.
Bild: Christian Kruppe

Denn der Titel der Ausstellung lautet „15 x 1,5 – Kunst auf Abstand“. Diese zeigt 15 angekaufte Kunstwerke, die im Abstand von 1,5 Metern aufgestellt sind. „Die Zahl 1,5 bestimmt momentan unser Alltagsleben. Sie beeinflusst auch unsere Kommunikation. Auch Kunstwerke kommunizieren, mit ihrem Betrachter und untereinander“, erklärt Sünwoldt. Die Kommunikation der Kunst untereinander wirkt mit Abstand wirklich schwierig, denn jedes Werk wirkt ein wenig isoliert.

Doch dafür gibt es dem Betrachter mehr Raum, sich auf die Werke zu fokussieren. So entsteht ein bislang ungewohntes Gefühl von Raum, den die Werke nun für sich einnehmen. Ein durchaus faszinierendes Miteinander von Raum und Kunst entsteht, dass jedes Kunstwerk als Einzelnes mehr hervorhebt, aber trotzdem die Symbiose mit den anderen Werken nicht vernachlässigt.

Einschränkungen bei "Schwerpunkt: Gleichgewicht"

Eine weitere Einschränkung für die Besucher gibt es bei der Ausstellung „Schwerpunkt: Gleichgewicht“. Dort sind die Hygienevorgaben „etwas krasser“, wie es die Museumsleiterin umschreibt. „Sogenannte Hands-on-Ausstellungen sind in vielen Museen noch geschlossen. Wir haben eine Möglichkeit gefunden, zumindest Familien in die Ausstellung zu lassen“, erläutert Sünwoldt. Diese können per Voranmeldung eine Stunde Aufenthalt in „Schwerpunkt: Gleichgewicht“ zu den Öffnungszeiten des Museums buchen. „So können wenigsten Familien zusammen etwas unternehmen und erleben“, so Sünwoldt.

Weiter warten müssen das Museumsteam und seine Freunde auf die Feier zum Schwäbischen Museumspreis. Die war für den 26. Juni vorgesehen und soll nun im Herbst nachgeholt werden.

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07.06.2020

Hier zeigt es sich doch, dass mit Geduld und "Köpfchen" einiges mehr zu erreichen ist als mit Ungeduld und ständigem Fordern nach
weiteren Erleichterungen nach dem Lockdown in der Corona-Krise. Glückwunsch Frau Sünwoldt für Ihr umsichtiges Handeln.
Da könnte sich so Manche(r) ein Beispiel nehmen.

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