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Gastronomie

23.01.2020

Das Wirtshäusl hat einen neuen Wirt

Melitta und Manfred Gehann (Mitte) übergeben das Wirtshäusl an Carmen Gerum und Peter Rohrmoser.
Foto: Hieronymus Schneider

Nach 28 Jahren übergeben Melitta und Manfred Gehann das Langerringer Lokal

Es war eine emotionale Abschiedsparty, auf der sich Melitta und Manfred Gehann von ihren Stammgästen im Wirtshäusl an der Ecke der Viktor-von-Scheffel-Straße und der Schwabmühlhauser Straße verabschiedeten.

Vor 28 Jahren übernahm das aus dem rumänischen Siebenbürgen stammende Ehepaar die kleine Kneipe von ihrem Vorgänger Alois Kleber. „Das war eine Sache von zehn Minuten, bis wir uns einig waren“, sagte Manfred Gehann und fügte hinzu, dass er damals 1992 noch niemanden in Langerringen gekannt habe. Doch in seiner originellen Art erwarb er sich bald treue Stammgäste und bald hieß es nicht mehr: „Wir gehen ins Wirtshäusl“, sondern: „Gemma zum Manne“. Sein Lokal wurde zum Inbegriff der „kleinen Kneipe“, wo jeder nach Feierabend die Last des Alltags abstreifen konnte.

Beim „Manne“ waren alle willkommen, ob zum Karteln oder Dart spielen oder einfach nur an der Theke oder an schönen Tagen im Biergarten zu sitzen. Auch Gemeinderäte kehrten nach anstrengenden Sitzungen noch auf einen „Absacker“ beim „Manne“ ein und nach jeder Theatervorstellung des Burschenvereins feierten die Schauspieler ihren Erfolg. Unzählige Geburtstage und Firmenjubiläen wurden im Wirtshäusl gefeiert, bei denen Melitta Gehann immer ein vorzügliches Menü zauberte. Legendäre Sommerfeste, mal bayerisch, mal im Western-Stil und auch mal mit Siebenbürgischer Folklore und typischem Essen wurden im Hof unterhalb der im ersten Stock gelegenen Gaststube gefeiert. Am Beginn und Ende des Winters gab es ein Kesselfleischessen und jeden Karfreitag und beim Langerringer Markttreiben räucherte „Manne“ seine ganz speziellen Steckerlfische zum Verzehr vor Ort oder zum Mitnehmen.

Die innige Verbundenheit mit seinen Stammgästen zeigte sich auch darin, dass Melitta und Manfred Gehann mit ihnen eine Reise in ihre Heimat organisierten und ihnen das ehemals von deutschen Auswanderern besiedelte Gebiet um Schäßburg in Siebenbürgen zeigten. „Nun ist Schluss, aus die Maus und Tschüss“, sagte Manne zum Abschied und dabei blieb kein Auge trocken.

Doch die Geschichte des Wirtshäusl’s geht weiter und darüber waren alle Stammgäste froh. „Das Dorf braucht so eine Kneipe“, war immer wieder zu hören. Peter Rohrmoser, der schon seit Jahren dem „Manne“ assistierte, übernimmt mit Carmen Gerum als Geschäftspartnerin ab dem ersten Februar das Lokal. Peter wird die Regie am Zapfhahn und Ausschank übernehmen und Carmen die Küche. An Speisen werden wie gehabt Pizza, Schnitzel und Currywurst angeboten. Aber es wird auch etwas Neues geben. „Lassen Sie sich überraschen“, sagt Peter Rohrmoser.

sind von Mittwoch bis Samstag, jeweils ab 17 Uhr. Das erste besondere Ereignis steht aber schon am Samstag, 22. Februar, ab 11 Uhr mit dem Kesselfleischessen an.

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