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Schwabmünchen

25.07.2019

Den Kunst-Profis über die Schulter schauen

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2 Bilder
Oliver Feistmantl möchte gerne mit vielen Badeenten arbeiten und sucht noch nach Nachschub.
Bild: Reinhold Radloff

Plus Künstler aus vier Ländern sind in Schwabmünchen zu Gast. Von dem Symposium zum Thema „Entwicklungen“ profitieren auch die Kreativen aus der Region.

„Entwicklungen“ – so nennt der Kunstverein Schwabmünchen sein drittes internationales Künstlersymposium, das vom 20. bis 27. Juli stattfindet. Am kommenden Samstag sind die Werke ab 19 Uhr auf dem Gelände des Kunstvereins in der Bahnhofstraße 7 zu sehen. Anschließend feiert der Verein sein Sommerfest. Und die Macher um haben sich natürlich etwas bei der Namensgebung gedacht.

„Es ist extrem spannend, international renommierten Künstlern beim Arbeiten zuzuschauen“, sagt Kersten Thieler-Küchle. Dies nennt die Vorsitzende des Kunstvereins Schwabmünchen als einen Grund für das Künstlersymposium, an dem diesmal rund 30 Künstler aus vier Ländern teilnehmen, etwa die Hälfte aus dem eigenen Verein. „Für sie freut es mich, dass sie einmal mehr Profis über die Schulter schauen können“, so Thieler-Küchle, die noch mehr gute Gründe für die Arbeitswoche kennt: „Einerseits wollen wir der Öffentlichkeit Gelegenheit geben, dem Entstehungsprozess von Werken beizuwohnen, anderseits steht auch in unserer Satzung, dass wir Künstler unterstützen wollen.“

Verein übernimmt alle Kosten

Damit sich die Schaffenden aus vier Nationen eine Woche in Schwabmünchen zu arbeiten auch leisten können, übernimmt der Verein, abgesehen von der Anreise, alle Kosten. „Wir stellen die Ateliers und die Freiflächen zur Verfügung, alle Materialien, wir verpflegen die Künstler und bringen sie kostenlos in Gastfamilien unter. Dadurch brauchen sie an nichts anderes zu denken als an ihre Werke. Das ist für viele eine sehr schöne Erfahrung“, so Thieler-Küchle.

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Zugegeben, die Schwabmünchner sind mit dieser Idee nicht allein. Es gibt in Deutschland eine ganze Reihe solcher Symposien. „Trotzdem sind wir sehr stolz darauf, dass das bei uns schon zum dritten Mal klappt. Schön ist auch, dass die ganze Aktion die rund 300 Mitglieder unseres Vereins nichts kostet. Denn wir haben eine ganze Reihe von tollen Sponsoren“, freut sich die Vorsitzende.

Täglich von morgens bis abends arbeiten die Maler, Zeichner und Bildhauer an ihren Werken, kommunizieren mit ihren Kollegen. „Wir essen auch zusammen, um das Gemeinschaftsgefühl zu erhöhen“, erklärt die Chefin, die sich auch gerne selbst künstlerisch einbringen würde, hat aber zu viel mit der Organisation zu tun. „Es freut mich aber sehr, die Kunstwerke wachsen zu sehen.“ Außerdem legt sie Wert darauf, die Entwicklung der Künstler über mehrere Jahre sehen zu können. Deshalb lautet Titel des Symposiums auch „Entwicklungen“.

Minu Ghedina aus Österreich hat auf dem Symposium plastische Mieder gestaltet
Bild: Reinhold Radloff

Kunstverein gibt es seit zehn Jahren

Seit zehn Jahren gibt es jetzt den Kunstverein Schwabmünchen, gegründet von Thieler-Küchle. „In dieser Zeit hat er sich hervorragend entwickelt“, erzählt sie. Seit fünf Jahren steht dem Verein Haus und Garten in der Bahnhofstraße zur Verfügung. Kürzlich erweiterte er die Atelierräume auf insgesamt 500 Quadratmeter. In dem neuen vorderen Teil soll auf rund 100 Quadratmetern eine Galerie mit Laden entstehen, der nach den Sommerferien eröffnet. Bis dahin beteiligt sich der Verein noch am Ferienprogramm der Stadt, bietet Theateraufführungen, Ausstellungen und mehr an und bat sogar um einen „Kaffeedampfer“ für das Singoldsand-Festival, um auch dort vertreten zu sein. Groß gefeiert werden soll dann der zehnte Geburtstag (9. Dezember). Wann genau, steht noch nicht fest.

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