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Hochwasser

26.03.2015

Der Damm im Süden wird nun deutlich kleiner

Über diesen Kanal beim Spielplatz an der Taubentalstraße soll ein Teil des Wassers aus dem geplanten Rückhaltebecken in Richtung Feldgieß abfliessen.
Bild: Kruppe

Taubental in Schwabmünchen gewinnt an Bedeutung. Warum die Verzögerung in der Planung auch gute Seiten hat

Fast genau vor neun Jahren hieß es im Schwabmünchner Süden „Land unter“. Regen und Schneeschmelze sorgten dafür, dass das südliche Gewerbegebiet gleich von zwei Seiten geflutet wurde. Neben den vielen Gebäuden wurde damals auch die Südspange in Mitleidenschaft gezogen. Nur vier Monate später wurden dem Stadtrat vom Neusässer Ingenieurbüro Steinbacher die ersten Pläne für ein Dammbauerwerk an der Südspange vorgelegt.

Nun, neun Jahre später, geht das Projekt in die finale Planung. Frank Steinbacher begründet die Verzögerung mit Planänderungen des Wasserwirtschaftsamtes. Doch dies hat auch eine gute Seite. Durch neue Vorgaben bei den zu erwartenden Wassermengen sind die nötigen Schutzmaßnahmen deutlich geringer als in der ursprünglichen Planung. „Das Landesamt für Umweltschutz hat die Zahlen deutlich nach unten verändert,“ erklärt Steinbacher. Dadurch benötigt das an der Südspange geplante Dammbauwerk deutlich weniger Fassungsvermögen. Anstatt der bislang berechneten 450000 Kubikmeter Speichermenge genügen nun 96000 Kubikmeter. Somit ändert sich auch die Menge des abzuleitenden Wassers. „Das Taubental gewinnt in der neuen Planung nun mehr Bedeutung,“ so Steinbacher. Über eine Drosselvorrichtung sollen im Hochwasserfall 1,8 m³ pro Sekunde aus dem Becken fließen, die restliche Wassermenge wird gestaut. Ein Drittel davon wird in die Singold geleitet, der Rest soll, zum Teil oberirdisch, über das Taubental in den Feldgießgraben abfliessen. Die unterirdische Ableitung vom Spielplatz im Taubental der Alpenstraße entlang bis an die Singold kann 4m³/Sekunde ableiten, da aber weniger als die Hälfte aus dem Rückhaltebecken zufließen wird, sehen die Plan darin kein Problem. Einzig im Bereich zwischen Siemensstraße und Freibad muss dafür baulich nachgebessert werden.

Durch die deutliche Verringerung der notwendigen Maßnahmen sinken auch die Baukosten. Statt der ursprünglich 1,63 Millionen Euro soll der Hochwasserschutz nun 994000 Euro kosten. Dazu kommen noch etwa 250000 Euro den Grunderwerb. Da sich das Dammbauwerk von 260000 Quadartmeter auf 84500 Quadratmeter verkleinert, sinken auch hier die Kosten. Die Kosten können sich noch weiter Verringern, da das Projekt mit bis zu 65 Prozent gefördert werden kann.

Hunde ohne Leine sorgen für Unmut

Obwohl im Luitpoldpark Leinenpflicht herrscht, mehren sich die Beschwerden von Bürgern und auch dem Verschönerungsverein über nicht angeleinte Hunde. Bürgermeister Lorenz Müller appelliert nochmals an alle Hundehalter, die Leinenpflicht im Park zu beachten.

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