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Langerringen

22.08.2020

Der Kindergartenumbau in Gennach wird teurer als geplant

Der Umbau und Anbau des Kindergartens St. Johannes in Gennach ist schon weit fortgeschritten. Durch den Bauablauf sind der Gemeinde Mehrkosten von rund 50.000 Euro entstanden.
Bild: Hieronymus Schneider

Plus Der Umbau des Kindergartens in Gennach kostet 50.000 Euro mehr als geplant. Ein enttäuschender Förderbescheid für die Krippe in Langerringen belastet die Gemeinde zusätzlich.

Die kommunale Pflichtaufgabe, den Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder zu erfüllen, wird den Langerringer Gemeindehaushalt in den kommenden Jahren stärker belasten als bisher vorgesehen.

Der Umbau und Anbau des Kindergartens St. Johannes in Gennach ist schon weit fortgeschritten. In der jüngsten Gemeinderatssitzung überbrachte Architekt Jörg Naujok zunächst eine gute Nachricht. Demnach sind bei der Ausschreibung der Gewerke mit einer Gesamtsumme von mehr als 1,3 Millionen Euro noch etwas mehr als 16.000 Euro übrig geblieben.

Schützenheim muss nach Bauarbeiten wieder aufgebaut werden

Die Kehrseite der Medaille sei aber, dass durch den Bauablauf Mehrkosten in Höhe von rund 50.000 Euro entstanden sind. Etwa die Hälfte des Geldes floss in Elektroarbeiten und Digitalisierung sowie Rohbauarbeiten, Kernbohrungen oder den Austausch von Bodenbelägen und Fenstern. Der Einbau einer Brandschutzdecke zwischen den Gruppenräumen und dem im Kellergeschoss untergebrachten Schützenheim verursachte 12.000 Euro zusätzlich.

Durch den Umbau des Kindergartens wurde das fertig eingerichtete Heim des Schützenvereins „Edelweiß Gennach“ in den Rohbauzustand versetzt und muss nach dem Ende der Bauarbeiten wieder aufgebaut werden. Die Materialkosten in Höhe von 11.700 Euro übernimmt die Gemeinde, weil sie als Bauherr und Eigentümer die Kosten verursacht hatte. Der Schützenverein leistet bei der Einrichtung erhebliche Arbeitsstunden.

Eine höhere finanzielle Belastung könnte auf die Gemeinde auch beim Neubau einer Kinderkrippe „Haus für Kinder“ beim Langerringer Kindergarten zukommen. Das Vorhaben befindet sich noch in der Planungsphase. Der aktuelle Förderbescheid der Regierung von Schwaben löste Enttäuschung und Ernüchterung bei den Gemeinderäten aus.

Fördermittel für Krippenneubau fallen gering aus

Statt der erwarteten 80-prozentigen Förderung der Investition in Höhe von knapp 3,4 Millionen Euro wurde nun lediglich eine vorläufige Zuwendung von 54 Prozent, also knapp 840.000 Euro, zugesichert. Die Sonderförderung von weiteren 35 Prozent wurde zwar grundsätzlich anerkannt, aber die Regierung von Schwaben wies darauf hin, dass die Fördermittel in Höhe von 544.000 Euro derzeit nicht zur Verfügung stehen. Somit könne lediglich eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausgestellt werden. Die Gemeinde muss die Mittel der Sonderförderung vorfinanzieren ohne einen Rechtsanspruch darauf zu haben.

Langerringens Bürgermeister Marcus Knoll sprach sich dafür aus, den Bescheid trotzdem anzunehmen, um die Schaffung von zusätzlichen Betreuungsplätzen nicht zu verzögern. Bei Inkrafttreten des Förderbescheids könnte die Ausschreibung der Baumaßnahmen im Herbst beginnen. Dieser Meinung schlossen sich die Gemeinderäte einstimmig an. In der jüngsten Sitzung sprachen die Räte über ein weiteres Bauvorhaben.

Bedenken wegen Bau des Ärztezentrums aus dem Weg geräumt

Nach der vierten Auslegung des Bebauungsplans für das Ärzte- und Pflegezentrum „Neuer Schorerhof“ in der Ortsmitte scheint das Problem mit der Verträglichkeit zum benachbarten Bauernhof mit Rinderstall vom Tisch zu sein. Das Landratsamt Augsburg hatte zunächst Bedenken geäußert wegen einer möglichen Geruchsbelastung. Doch diese wurden durch den erweiterten Schutzanspruch als Mischgebiet und durch den Wegfall der südlichen Balkone an den Wohngebäuden des Schorerhofs nun aufgehoben.

Die Nähe des „Neuen Schorerhofs“ zum benachbarten Bauernhof stieß auf Bedenken. Die kleine Kapelle bleibt erhalten, sie steht unter Denkmalschutz.
Bild: Hieronymus Schneider

Das Amt für Landwirtschaft und Forsten sieht nun keine Beeinträchtigung des Milchviehbetriebs mehr und auch der betroffene Landwirt hat keine weiteren Einwände erhoben. Wegen der Planänderung muss aber der Bebauungsplan erneut und nun zum fünften Mal öffentlich ausgelegt werden. Die Frist wird auf drei Wochen verkürzt.

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