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Bobingen

09.01.2019

Die Feuerwehr erreicht eigenen Rekord

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Bobingen stellt auch immer wieder neue Jugendgruppen auf. 
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Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Bobingen stellt auch immer wieder neue Jugendgruppen auf. 
Bild: W. Mayr/Feuerwehr Bobingen

In Bobingen erwartet die Feuerwehr bald 200 Hilfeleistungen pro Jahr. Sie sieht sich dazu gut gerüstet und stellte 2018 beinahe einen neuen Höchststand auf. 

Beinahe wäre es für die Bobinger Feuerwehr ein Rekordjahr geworden, zumindest was die Einsatzzahlen anbelangt. Das gab der erste Kommandant Walter Mayr in seinem Bericht anlässlich der Jahreshauptversammlung bekannt. „Nur ein Einsatz trennt uns vom Höchststand aus dem Jahr 2006“, erklärte er. „182 Einsätze waren es insgesamt.“ Bei einer Entwicklung wie in den letzten Jahren, rechne man bald mit dem Erreichen der Zweihunderter-Marke.

Insgesamt 21 Brandeinsätze hatte die Bobinger Wehr 2018 zu bewältigen, darunter bei einem kunststoffverarbeitenden Betrieb in der Straßberger Straße. Ein brennender Pkw in einer Tiefgarage, ein weiterer Brand im Industriepark in Bobingen, ein Heckenbrand in der Vogelsiedlung sowie ein Vollbrand eines Lieferwagens oder nachbarschaftliche Hilfe bei einem Dachstuhlbrand – eine ganze Reihe verschiedener Einsätze zählte Kommandant Walter Mayr auf.

Rauchmelder schlagen beim Kochen an

Immer wieder kämen zu diesen Einsätzen auch Alarmmeldungen wegen anschlagender Brandmeldeanlagen in Asylbewerberunterkünften in Bobingen hinzu. Insgesamt 13 Mal sah die Feuerwehr dort nach dem Rechten: Ursachen waren angebrannte Speisen oder Rauchentwicklung beim Kochen.

Einen größeren Einsatzbereich machen bei der Freiwilligen Feuerwehr Bobingen mittlerweile die technischen Hilfeleistungen aus. „Hier wurden wir 134 Mal alarmiert“, informierte der Kommandant.

16 Verkehrsunfälle, acht Ölspuren, 30 eilige Wohnungsöffnungen, fünf Wasserschäden, elf Sturmschäden und 22 Hochwasserschäden bzw. Überschwemmungen zählte Walter Mayr unter anderem bei den Einsätzen auf. „Insgesamt haben wir hierfür 1422 Einsatzstunden aufgewandt“, rechnete er vor.

Zusammen mit den Stunden des Personals in Bereitschaft summiert sich die Gesamt-Einsatzstundenzahl auf 2898. Doch das lohnt sich: Insgesamt konnten 15 Personen gerettet werden. Fünf Personen konnte selbst die Feuerwehr nur noch tot bergen. Um immer gut vorbereitet zu sein, trainieren die Bobinger Feuerwehrleute regelmäßig. Für die Ausbildung wurden 6747 Stunden erbracht.

Kinder oft zu Gast

Daneben engagiert sich die Bobinger Wehr auch in der Brandschutzerziehung. Zehn Grundschulklassen und Kindergartengruppen konnten deshalb die Wache in Bobingen besuchen, und bekamen dort von Markus Nowak, Richard Seitz, Franz Kaulich und Mario Lyska allerhand Wissenswertes vermittelt.

Auch der Feuerwehrverein unter der Leitung von Günter Nowak hatte Allerhand zu vermelden: Vereinsausflüge, Sommerfeste, Floriansmesse, Patenschaften mit anderen Vereinen – das Gesellige kam bei der freiwilligen Feuerwehr im Berichtsjahr ebenfalls nicht zu kurz.

Ein wichtiger Faktor, müssen die Kameraden doch bei Einsätzen eng zusammenarbeiten. Da ist ein gutes Miteinander doch von Vorteil. Dass hier bei den Bobingern alles passt, zeigten die Jahresberichte.

Bürgermeister Bernd Müller dankte der Vorstandschaft und den Kommandanten für ihre Leistungen und stellte fest: „Allein die wieder erbrachten Stundenzahlen sind ein Zeugnis für die fast selbstlose Hingabe an die gestellte Aufgabe.“ Es sei wohltuend, in einer Stadt zu Hause zu sein, wo der Einsatz so groß ist. Und es sei wichtig, diese Stadt bei einem Jubiläum wie der anstehenden 50-Jahr-Feier würdig zu feiern.

Nicht immer bei der Familie

Kreisbrandmeister Stefan Vonay lobte die Bobinger Kameraden ebenfalls und gab zu bedenken: „2019 soll ja das Jahr der guten Vorsätze werden. Viele wollen mehr bei der Familie zu Hause sein, aber das ist in unserem Dienst einfach nicht immer möglich.“

Das weiß auch der Leiter der Bobinger Polizeiinspektion, Artur Dachs. Er freute sich über die stets gute Zusammenarbeit: „182 Einsätze bieten viel Potenzial zur Zusammenarbeit, und es ist stets beeindruckend, mit welcher Motivation und Einsatzeifer hier gearbeitet wird“, so Dachs.

Mit der Ernennung vier verdienter Mitglieder zu Ehrenmitgliedern endete die Jahreshauptversammlung im Bobinger Laurentiushaus: Michael Hefele, Beisitzer in der Vorstandschaft von 1973 bis 2003, sowie Peter Mögele und Bernhard Weber, die beide über Jahrzehnte Löschgruppen geführt haben, und Jakob Wild, ein sehr aktiver und überaus engagierter Feuerwehrmann, wurden vom Verein einstimmig zu Ehrenmitgliedern bestimmt.

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