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Graben

06.07.2020

Die Friedhofserweiterung in Lagerlechfeld geht voran

Die entstehenden Mauerpfosten am Osteingang des Lagerlechfelder Friedhofs lassen die neue Toranlage erahnen, der Platz vor dem Gebäude wurde von der düsteren Pergola befreit.
Bild: Uwe Bolten

Plus Seit Beginn der Bauarbeiten auf dem Friedhofsareal in Graben hat sich einiges verändert. Auch die Lechfelder Straße wird derzeit saniert.

Die Sanierung am Lagerlechfelder Friedhof nimmt Formen an: Der neue Westeingang ist gemauert, die düstere Pergola vor dem Leichenhaus wurde entfernt und der Platz hell gepflastert. Die Maurerarbeiten am Osteingang lassen die Einfassungen der neuen Tore schon erahnen. Wenige Meter weiter geben Verschalungen die geplante Dimension der Aussegnungshalle an.

Sanierung des Friedhofs kostet etwa 320.000 Euro

Seit Anfang März laufen die Erweiterungsarbeiten. In der jüngsten Sitzung sprachen die Räte erneut über das Thema. „Der Gemeinderat war sich einig, das Leichenhaus gemäß Vorschlag des Büros Steinbacher-Consult zu sanieren“, sagte Bürgermeister Andreas Scharf.

Eine Gesamtausschreibung würde einige Zeit in Anspruch nehmen, es könne daher Herbst oder Frühjahr werden. Außerdem seien die Leistungen jeweils so überschaubar, dass sich der Aufwand nicht lohnt. „Mit dem Planungsbüro wurde daher vereinbart, dass die Leistungen bei den aktuell in Graben tätigen Firmen angefragt werden“, fasste Scharf den derzeitigen Bauablauf zusammen.

Die Firma Riedelsheimer übernimmt die Maurerarbeiten für die Erweiterung des Leichenhauses nach Süden für rund 14.000 Euro. Für die Sanierung des Glockenturms hat das Unternehmen Scharf zufolge 2700 Euro angeboten. Die Ausschreibung für die Metalltore wurde verschickt. Die Entscheidung zur Verzierung des Osttores mit einem Kreuz wurde vertagt. Insgesamt sind für die Sanierung des Friedhofs 320.000 Euro im Haushalt eingeplant. Ein genaues Ende der Arbeiten ist noch nicht abzusehen.

Lechfelder Straße in Graben bleibt weiterhin gesperrt

Seit Ende Mai wird auch die Lechfelder Straße in Graben saniert. Für den Verkehr ist sie von der Einmündung Fuggerstraße bis zur Römerstraße deshalb komplett gesperrt. Wie Scharf in der Sitzung mitteilte, nimmt die Baustelleneinrichtung für die Lechfelder Straße weit mehr Platz in Anspruch als zunächst vorgesehen. Denn neben der Baufirma seien auch noch die Versorgungsträger für Wasser und Strom vor Ort.

Unter Einbeziehung der Elternbeiräte von Schule und Kita wurden die Parkplätze am Via-Claudia-Weg sowie der Festplatz den Baufirmen überlassen. Die Eltern können den großen Parkplatz an der Sporthalle nutzen. Im August sei der Via-Claudia-Weg sowieso nicht erreichbar, erklärte Scharf. Denn dann soll die Kreuzung zur Feuerdornstraße saniert werden.

Die Räte sprachen außerdem über finanzielle Angelegenheiten. Denn die Möglichkeit einer günstigen Kreditaufnahme bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau für das Neubauprojekt der gemeindeeigenen Wohnungen an der Peter-Dörfler-Straße begründete einen Nachtragshaushalt. Dieser wurde einstimmig verabschiedet.

„Je Wohneinheit können wir einen Kredit von 120.000 Euro bei einer Laufzeit von vier bis zehn Jahren bekommen, dessen Zins bei 0,75 Prozent liegt“, erklärte Bürgermeister Andreas Scharf. Ebenso gebe es einen Tilgungszuschuss von 15 Prozent. Bei zwölf Einheiten bedeute dies eine Summe von 1,4 Millionen Euro Kreditaufnahme. Die Kreditermächtigung umfasse laut bisheriger Beschlusslage nur eine Million Euro. Die konkreten Finanzierungsangebote wurden Thema der nicht öffentlichen Sitzung.

Aus dem Digitalisierungsbudget des Freistaats für die Gräbinger Schule werden neun interaktive Tafelsysteme einschließlich PC-Modulen und klappbaren Whiteboards im Wert von 55.000 Euro beschafft.

Aufgrund der hohen Kosten und der zu erwartenden langen Dauer wird die Errichtung von Straßenlaternen in der Afrastraße auf die anstehenden Straßensanierungen verschoben.

Der Rat beschloss als Teil des Lechfelder Gemeindeverbunds (GEL) einstimmig die Überführung der Kommune in das neue Bund-Länder-Förderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“.

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