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Kirche

25.05.2019

Die Nepomukkapelle bleibt in Familienhand

Das langjährige Mesner-Ehepaar (von links) Bina und Konrad Weser wird von Pfarrer Bernd Leumann und Kirchenpfleger Stefan Frühwald verabschiedet.
Bild: Hermann Schmid

Bina und Konrad Weser geben nach vielen Jahren die Mesnerdienste für Königsbrunns ältestes Gotteshaus ab

Bei der Predigt im Gottesdienst an der St. Nepomukkapelle brach Pfarrer Bernd Leumann mit einer wie er sagte in seiner Allgäuer Heimat verbreiteten Gewohnheit: „Nix gsagt ist globt gnua“, heiße es da oft. Doch er nutzte den gut besuchten Gottesdienst unter freiem Himmel, um einmal den vielen Ehrenamtlichen zu danken, die das rege Leben in der katholischen Pfarreiengemeinschaft mitgestalten. Er nannte dabei viele Aktivitäten, aber keine Namen. Doch zum Ausklang des Gottesdienstes machte er auch hier eine Ausnahme.

Zusammen mit Stefan Frühwald, dem Kirchenpfleger von St. Ulrich, dankte er Bina und Konrad Weser für ihren langjährigen ehrenamtlichen Dienst als Mesner der Nepomukkapelle. Die Kapelle wurde lange vor der Gründung Königsbrunns 1735 von den Wirtsleuten der angrenzenden Gaststätte Neuhaus gestiftet. Sie ist damit das älteste Gotteshaus am Ort. Bina und Konrad Weser haben in den vergangenen Jahrzehnten die Kapelle gepflegt und die Messen und Andachten dort betreut. Da beide ihr 80. Lebensjahr überschritten haben, geben sie diesen Dienst nun an Sohn Armin und Schwiegertochter Carina weiter.

Das Mesneramt bei St. Nepomuk ist seit Jahrzehnten mit dem elterlichen Hof von Bina Weser verbunden, schon ihr Großvater Jakob Zientner und ihr Vater Theodor haben es ausgeführt. So ist auch sie in jungen Jahren hineingewachsen, erzählt sie. Nachdem sie 1963 Konrad Weser geheiratet hatte, half das Paar gemeinsam mit. Damals wurde dort jeden Sonntag für die Katholiken im Königsbrunner Süden eine Messe gefeiert. Das hörte auf, als 1971 die Kirche Zur Göttlichen Vorsehung geweiht wurde und die Gläubigen anzog. 1985, als Katholiken und Protestanten gemeinsam mit einer Festwoche die 250. Wiederkehr der Kirchweih der St. Nepomukkapelle feierten, übernahmen Bina und Konrad Weser offiziell den Mesnerdienst. Damals begann die Tradition des monatlichen ökumenischen Gebets, das an jedem ersten Dienstag im Monat um 18.30 Uhr stattfindet.

Die neuen Mesner Carina und Armin Weser haben neben der familiären auch eine besondere Beziehung zur Nepomukkapelle. Sie wurden 2006 dort getraut. (hsd)

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