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Die fünf mitunter gefährlichen Farben einer Ampel

Die fünf mitunter gefährlichen Farben einer Ampel
Kommentar Von Michael Lindner
09.05.2019

Ampeln regeln den Verkehr, doch wie reagieren Autofahrer, wenn eine Ampel ausfällt und die Polizei noch nicht vor Ort ist?

Rot, gelb und grün – diese drei Signalfarben gibt es natürlich an jeder Straßenampel. Doch hätten Sie gewusst, dass es noch zwei weitere Farben gibt?

Eine davon ist das bei vielen Autofahrern bekannte Dunkelgelb. Noch einmal schnell das Gaspedal durchdrücken und rasch über die viele Meter entfernte Kreuzung rauschen – obwohl man genau weiß, dass bremsen deutlich besser gewesen wäre. Zur Verteidigung – und um das eigene Gewissen zu beruhigen – wird sich eingeredet: „Das war doch noch dunkelgelb.“

Und plötzlich geht die Ampel aus und nichts geht mehr auf der Straße

Wirklich gefährlich wird es aber, wenn Farbe Nummer fünf ins Spiel kommt: Schwarz. Eine solch defekte Ampel treibt so manchem Autofahrer die Schweißperlen auf die Stirn. Wie gut, dass im Normalfall die Polizei bereits vor Ort ist, um den Verkehr zu regeln. Doch neulich waren die Helfer in Grün, ähm in Blau, noch nicht in Sicht. Mir ist es auf dem Weg zur Arbeit passiert, dass die Ampel nach einer etwa fünfsekündigen Gelbphase ausging. Schwarz, nichts ging mehr – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Zwei Spuren in jede Richtung, dazu noch mehrere Abbiegespuren. Auf jeder Fahrspur stand mindestens ein Auto. Ein Blick in so manches Gesicht verriet vor allem eins: Panik.

Die fünf mitunter gefährlichen Farben einer Ampel

Stop-Schild ignoriert und losgefahren

Was soll ich tun? Fahren oder lieber stehen bleiben? Die für solch einen Fall an der Ampel angebrachten Verkehrszeichen wurden von einigen entweder nicht gesehen oder ignoriert. Nach einer gefühlten Ewigkeit setzt sich das erste Auto in Bewegung – und zwar ein Linksabbieger, den das Stop-Schild wenig interessierte. Wildes Gehupe war die Folge, ein Unfall blieb zum Glück aus.

Erinnerungen an den vergangenen Asien-Urlaub kehren zurück. Auf zwei Spuren fuhren gefühlt drei Tuk-Tuks, zwei Autos, ein Bus und 15 Roller nebeneinander; dazwischen verirrten sich einzelne Fußgänger. An Verkehrszeichen oder gar Ampeln wurde sich nicht gehalten; man fährt, wenn es der Platz irgendwie hergibt. Stress oder gar Panik suchte man hier vergeblich. Trotzdem bin ich froh, diesen asiatischen Alltag nicht auf deutschen Straßen anzutreffen.

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