Newsticker

Bayerns Ministerpräsident Söder sieht Kampf gegen Corona in entscheidender Woche
  1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Draußen ist Schnee, drinnen weht Frühlingsduft

Kunsthandwerkermarkt

24.02.2015

Draußen ist Schnee, drinnen weht Frühlingsduft

Ostern in Holzform: Martin Spreiter aus Finningen (linkes Bild) zeigte, wie aus einem Holzklotz einmalige Skulpturen entstehen, und Gertraud Umgelder aus Bobingen stellte bunt bemalte, kreative und lustige Holzfiguren aus.
2 Bilder
Ostern in Holzform: Martin Spreiter aus Finningen (linkes Bild) zeigte, wie aus einem Holzklotz einmalige Skulpturen entstehen, und Gertraud Umgelder aus Bobingen stellte bunt bemalte, kreative und lustige Holzfiguren aus.

Veranstaltung in Schwabmünchen ist ein Besuchermagnet. Eine Besucherin weiß auch, warum

Draußen lag frischer Schnee, drinnen wehte schon der Frühlingsduft: Beim Kunsthandwerkermarkt am Sonntag in der Schwabmünchner Stadthalle präsentierten mehr als 50 Aussteller aus ganz Bayern und dem benachbarten Ausland handgefertigte Kuriositäten, Unikate und Exklusives, nicht nur für die Osterzeit, und machten Lust auf Frühling. Dass der Markt längst ein echter Besuchermagnet ist – die Veranstaltung fand bereits zum sechsten Mal statt –, wurde auch jetzt wieder deutlich. Unzählige Besucher, auch von weiter her, kamen über den ganzen Tag verteilt. „Schon vor der offiziellen Eröffnung am Vormittag standen viele vor der Tür“, sagt Manuela Schröder vom Veranstalterteam.

„Die angebotenen Arbeiten sind keine maschinell gefertigten Massenwaren, sondern ausschließlich handgefertigte Arbeiten der Kunsthandwerker“, betont Schröder. Im Vordergrund stehen natürlich Produkte für Ostern, aber auch exklusive Hüte, pfiffige Taschen, Puppenbabys, Geschenke aus Frottee, Kräuterprodukte, Holz, Schmuck, Kerzen und noch vieles mehr wird geboten.

Beim Ostermarkt ließen sich auch einige Aussteller dabei über die Schulter schauen und dokumentierten hautnah vor Ort ihre Kunstfertigkeiten. „Was hier zu sehen ist, gibt es sonst nirgendwo“, meint Andrea Meitinger aus München – und ist mit dieser Meinung sicherlich nicht alleine. Die junge Mutter hat durch Bekannte aus Schwabmünchen vor drei Jahren über den Ostermarkt erfahren und ist seitdem Dauergast.

Viele der Aussteller sind schon „alte Hasen“ beim Schwabmünchner Kunsthandwerkermarkt, einige aber stellen auch zum ersten Mal hier aus. Gabi Rockermeier aus Reichertshofen hat bereits eine feste Stammkundschaft. Sie verkauft mit Feder beschriftete Ostereier ihres Onkels Willi Heckmeier – eine absolute Rarität. Der 73-Jährige ehemalige Lehrer fertigt seit Jahren in akribischer Arbeit originelle Ostereier in jeder Größe an – von Tauben-, Puten, Wachtel-, Enten- bis zu Straußeiern – und verziert sie mit Bildmotiven und passenden Sprüchen, etwa zur Hochzeit, dem Osterspaziergang oder dem „Vaterunser“. Und das mit Erfolg: „Sie gehen weg wie warme Semmeln“, schmunzelte die Nichte.

Sebastian Tänzler aus Hechenwang am Ammersee hat sich auf „Upcycling“ spezialisiert. Er fertigt aus historischem Bauholz, das er in alten Bauernhäusern aufstöbert, Tische, Bänke, aber auch Küchen, Dekorationsartikel oder sogar ganze Hausausstattungen. „Nur einheimisches Holz kommt da zur Verarbeitung“, sagt der junge Designer. Wie aus einem Holzklotz tolle Skulpturen entstehen, zeigte Martin Spreiter aus Finningen vor Ort. „Ich komme aus einem Dorf, rund herum gibt es ein Wald“, sagt er. „An passendes Holz zu kommen, ist da kein Problem.“

Gertraud Umgelder aus Bobingen ist immer wieder gerne dabei in Schwabmünchen. „Die Leute sind hier besonders nett“, sagt sie. Sie stellt bunt bemalte, kreative und lustige Holzfiguren aus, die sie mit ausgefallener Bekleidung ausstattet. Innere Harmonie sollen die Klangschalen aus Nepal bringen, die Heiderose Kolditz aus München jetzt bereits zum zweiten Mal mitbrachte.

Bei uns im Internet

viele weitere Bilder unter

schwabmuenchner-allgemeine.de

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren