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Königsbrunn

12.11.2019

Drei Wege zum Energiesparen in Königsbrunn

Für den Einbau und die Erweiterung von Fotovoltaikanlagen und Stromspeichern gibt es in Königsbrunn Fördergeld.
Foto: Hermann Ernst

Die Stadt informiert über das geplante Fernwärmesystem im neuen Baugebiet, die Förderung von Sonnenstrom und über Passivhäuser.

„Klimaschutz ist im Moment ein Ding für die große Bühne“ – so eröffnete Königsbrunns Bürgermeister Franz Feigl den Info-Vormittag zur nachhaltigen Energienutzung in Königsbrunn. Aber die Ziele aus den Klimaschutzabkommen und nationale Vorgaben könnten nur erreicht werden, wenn bis hinab zu den kommunalen Ebenen alle an einem Strang ziehen würden. Deshalb habe man sich entschlossen, auch in Königsbrunn ein entsprechendes Angebot zu machen.

Hierbei würde sich natürlich das im Südosten der Stadt geplante Neubaugebiet anbieten. Näheres erläuterte Werner Lohmann, der Leiter des technischen Bauamtes. In dem neuen Baugebiet wird es bis zu dreihundert neue Häuser geben. Ein Potenzial, das es zu nutzen gelte, sagte Lohmann. Da in dem Gebiet, das in einem Trinkwasserschutzgebiet liegt, Wärmepumpen von vorne herein ausgeschlossen seien, habe man sich Gedanken gemacht, wie man dort ein nachhaltiges Konzept anbieten könne. So habe man sich entschieden, dort ein Fernwärmenetz anzubieten. Eine in Auftrag gegebene Studie habe dann gezeigt, dass ein Fernwärmenetz, das von einem Blockheizkraftwerk auf Erdgasbasis gespeist werde, die günstigste Lösung sei.

Fernwärmeanlagen sparen Häuslebauern Geld und Platz

Auch für die Bauherren, die sich für einen Anschluss entscheiden würden. Denn sowohl bei den laufenden Verbrauchskosten sei das Angebot günstiger als eine dezentrale Heizung, wie auch bei Installations- und Wartungskosten, sagte Lohmann. Schließlich gebe es in den einzelnen Häuser keine technischen Anlagen und Platzbedarf für die Heizanlage würde ebenfalls nicht entstehen. Wartungskosten würden ebenso nicht anfallen. Eine höchst interessante Variante also, sein Haus zu heizen. Über die letztendlich entstehenden Kosten für Anschluss und Betrieb könne allerdings noch nichts gesagt werden, sagte Lohmann. Denn die endgültigen Preise könnten erst ermittelt werden, wenn klar sei, wie viele der künftigen Häuslebauer einen Fernwärmeanschluss einbauen wollten.

Eine zweite Möglichkeit für Königsbrunner einen Beitrag zur Verbesserung der Energieeffizienz zu leisten, ist die Fotovoltaikförderung der Stadt Königsbrunn. Hierbei werden der Neubau und die Erweiterung von Fotovoltaikanlagen in Verbindung mit Stromspeichern gefördert. Denn gerade in diesem Bereich gibt es noch Potenzial, würden doch die Zeiten von Stromerzeugung aus Sonnenenergie und der Verbrauch zeitlich nicht immer zusammen passen. Durch den Einsatz von Speichersystemen im Haushalt könne der Stromnutzungsertrag hier wesentlich verbessert werden.

Stadt Königsbrunn bietet Förderprogramm auch für die Erweiterung von bestehenden Anlagen

Daher habe sich die Stadt entschlossen, hierfür ein Förderprogramm zu installieren, führte Harro von Dunker, Energie- und Klimaschutzbeauftragter der Stadt, aus. Anträge und Informationen zum Programm könnten direkt bei ihm erfragt werden. Das Programm gelte für alle Immobilien in Königsbrunn, sei aber gedeckelt. Das heißt, gefördert werden könne nur im Rahmen des zur Verfügung stehenden Fördervolumens. Deshalb könne er nur raten, den Antrag so schnell als möglich zu stellen, um auch in den Genuss der Förderung zu kommen. Grundsätzliche Informationen zu förderfähigen Anlagen und der Höhe der Förderung seien auf der Homepage der Stadt Königsbrunn abrufbar.

Zur Abrundung des Info-Vormittags erörterte Bauexperte Dr. Stephan Leitschuh die Vorteile von sogenannten Passiv-Energiehäusern. Da Leitschuh selbst so ein Passivhaus in Königsbrunn bewohnt, konnte er seinen Vortrag immer wieder mit Erfahrungen aus der Praxis mit eigener Erfahrung ergänzen. Er bot auch an, dass Interessierte sich gerne mit ihm – Kontakt über die Stadt Königsbrunn – in Verbindung setzen könnten, um die Vorteile eines solchen Passivhauses vor Ort in Augenschein nehmen zu können. Natürlich könne er auch über mögliche Förderungsmöglichkeiten für energieeffizientes Bauen informieren.

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